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Marode Maueranker: Flensburger Neustadt bleibt zur Adventszeit dunkel

In der Flensburger Neustadt fällt die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen aus. In der Großen Straße und am Holm werden die Lichterketten hingegen wie gewohnt aufgehängt.

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Im Dunkeln ist gut munkeln. Spart außerdem Strom. — Rocky, Chefkolumnist
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In der Flensburger Innenstadt wird ab kommender Woche die Weihnachtsbeleuchtung in der Großen Straße und am Holm aufgehängt. In der Flensburger Neustadt bleiben die Adventslichter in diesem Jahr jedoch aus. Ursache dafür sind marode Maueranker an den Fassaden, die ein sicheres Anbringen der Lichterketten verhindern.
Die Tourismusagentur Flensburg kündigte an, Anfang der kommenden Woche Lichterketten mit LED-Birnen über der Großen Straße und dem Holm aufzuhängen, um in den Abendstunden für Stimmung in der City zu sorgen. In der Neustadt verzichtet der Verein Flensburger Norden dagegen aus Sicherheitsgründen auf das Aufhängen der Adventsbeleuchtung. Wie die shz berichtet, hatte der Verein zuvor mehr als 20 Jahre lang für die Lichter gesorgt, so Vorsitzende Cordelia Feuerhake.

Sicherheitsrisiko durch wackelnde Maueranker

Bisher wurden fünf lange Lichterketten an zehn Mauerankern zwischen den Häusern gespannt. Die Befestigungen sind jedoch marode, wackeln gefährlich und können der Spannung nicht mehr standhalten. Cordelia Feuerhake erklärt dazu: „Sie haben letztes Jahr noch gehalten, aber auch da war schon klar: Wir brauchen neue Anker, um die Lichterketten ohne Sicherheitsbedenken aufhängen zu können.“
Neue Maueranker kann der Verein jedoch nicht eigenständig anbringen, da die Hausbesitzer in der Neustadt diese Eingriffe an den Fassaden beauftragen müssten. Allerdings sei Feuerhake und ihren Mitstreitern nicht bewusst, wem die betroffenen Gebäude gehören. „Früher haben das die Geschäftsleute mit den Vermietern geregelt“, erklärt sie. Der Strom wurde damals aus den Häusern gespendet, während der Verein die Wartung der Lichterketten übernahm.

Suche nach Immobilienbesitzern und Spenden

Um alle Hausbesitzer ausfindig zu machen, müssten Vereinsmitglieder im Grundbuch nachsehen und die Eigentümer davon überzeugen, neue Haken setzen zu lassen. Dafür benötigen die Besitzer wiederum eine Genehmigung für Fassadenarbeiten. „Vielleicht finden wir einen Spender, der die Kosten übernimmt“, hofft Feuerhake, denn wenn das Geld keine Rolle spiele, wären die Besitzer sicher dazu bereit.
Vorerst bleibt es dabei, dass die Neustadt ohne Adventsbeleuchtung auskommen muss. Die Innenstadt ist jedoch nicht weit, und dort sollen die Lichterketten bald leuchten.

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