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Tiny-Haus-Resort in Eitzte: Gemeindeausschuss ebnet Weg für Bebauungsplanänderung

Grundstückseigentümer Ralf Oetjen plant die Errichtung von bis zu 14 Tiny-Häusern auf einem ehemaligen Campingplatz in Eitzte. Der Bauausschuss der Gemeinde Selsingen hat dem Start des Verfahrens zur Bebauungsplanänderung einstimmig zugestimmt.

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Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Selsingen hat eine Grundsatzentscheidung für ein neues Tourismusprojekt getroffen. Einstimmig sprachen sich die Kommunalpolitiker dafür aus, den Bebauungsplan für einen Teilbereich des ehemaligen Campingplatzes Lavenstedt-Eitzte zu ändern. Damit soll der Weg für ein geplantes Tiny-Haus-Naturresort von Grundstückseigentümer Ralf Oetjen geebnet werden, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
In der ersten Phase plant der 68-jährige Lavenstedter die Erschließung von sieben Tiny-Haus-Parzellen in einem kleinen Waldstück zwischen den Straßen Wittenhof und Eitzte in Sichtweite der MDS Schnackscheune. Bei guter Resonanz zieht er eine Erweiterung um weitere sieben Einheiten auf einer gegenüberliegenden Fläche in Erwägung. Beide Areale umfassen zusammen etwa 15.000 Quadratmeter. Das Ensemble aus Schnackscheune, Oste-Café, Wanderwegen und einer Fun-Kick-Golfanlage soll zusammen mit den Mini-Häusern das Areal touristisch aufwerten.

Notwendigkeit einer Bebauungsplanänderung


Da das vorgesehene Areal seit 1960 als „Campingplatz Lavenstedt-Eitzte“ ausgewiesen ist, bedarf das Vorhaben nach Auskunft von Bauamtsleiter Jan Postels einer Änderung des Bebauungsplanes in ein Ferien- und Wochenendhausgebiet. Ralf Oetjen begründete seinen Antrag im Rathaus damit, dass der einst belebte Campingplatz ausgedient habe und sich das Freizeitverhalten geändert habe. „Eitzte ist toll, ein schönes Fleckchen Erde. Das wäre für die Gegend ein Zugewinn“, warb der Antragsteller.
Ausschuss-Vorsitzender Jan Pape (CDU) stellte fest: „Es freut mich immer, wenn wir Bürger haben, die etwas wagen und Ideen haben.“ Dennoch ging der Entscheidung eine Diskussion voraus. Bauamtsleiter Jan Postels merkte an, dass einige Auflagen auf den Entwickler zukommen können. Walter Lemmermann (WFB) betonte: „Ganz so einfach wird‘s nicht.“ Ein Punkt sei: „Wir sind direkt an einem Naturschutzgebiet.“ Zudem müsse geklärt werden, ob dauerhaftes Wohnen möglich sein soll, da sonst Einschränkungen für die Entwicklung der Orte drohen könnten. „Zurzeit bin ich noch sehr skeptisch“, so Lemmermann. Voraussetzung für Bewohner sei ohnehin ein Erstwohnsitz an anderem Ort, und die Gemeinde dürfe kein Kostenrisiko tragen.

Fraktionsübergreifend Zustimmung im Ausschuss


Fraktionsübergreifend gab es jedoch viel Zuspruch für das Konzept. Dietmar Braun (SPD) erklärte: „Ich finde das super und unterstütze das“. Sven Schröder (CDU) bestätigte: „Das passt in das Gebiet“. Auch Lüder Müller (CDU) meinte: „Wir sollten der Sache zustimmen.“ Sonja Kosters (CDU) äußerte ebenfalls Lob: „Ich finde es super, wenn jemand etwas macht, auch für den Tourismus. Eitzte ist ein supertoller Ort.“
Walter Lemmermann fügte mit Blick auf bestehende Planungsunsicherheiten hinzu: „Toi, toi, toi.“ Ralf Oetjen zeigte Verständnis für die Einwände: „Ich verstehe die Einwände, sie müssen geprüft werden.“ Unter der Bedingung, dass der Antragsteller die Planungskosten übernimmt, ist der Start für das Änderungsverfahren nun beschlossen.

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