Modernisierung am Niedersächsischen Internatsgymnasium Bad Bederkesa geplant
Das Eingangsbereich und das Treppenhaus des 150 Jahre alten Hauptgebäudes der Internatsschule sollen im kommenden Jahr saniert werden. Kosten und konkreter Zeitplan stehen noch nicht fest.
Ein neuer Anstrich tut jedem alten Gemäuer gut – kenne ich von meinem Kutter.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das 150 Jahre alte Hauptgebäude des Niedersächsischen Internatsgymnasiums in Bad Bederkesa soll im kommenden Jahr im Eingangsbereich und im Treppenhaus saniert werden. Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen plant die Arbeiten gemeinsam mit der Schulleitung und dem Landesamt für Denkmalpflege. Die Investitionskosten und der genaue Zeitplan für die Instandhaltung stehen derzeit noch nicht fest. Das Hauptgebäude des Gymnasiums wurde vor 150 Jahren erbaut und das Jubiläum erst im Oktober gefeiert. Landtagsabgeordneter Claus Seebeck (CDU) stellte dabei ein besonderes Geschenk des Landes in Aussicht und versprach 22 Millionen Euro zur Sanierung der Internatsschule aus dem Sondervermögen des Bundes. Bevor diese Baumaßnahme konkret wird, soll bereits im kommenden Jahr die Modernisierung von Eingangsbereich und Treppenhaus umgesetzt werden. Wie die Nordsee-Zeitung meldet, wird das Hauptgebäude des Gymnasiums als historisch wertvoll eingestuft. Im Eingangsbereich bröckeln Farbe und Putz von der Wand, zudem wirkt die Eingangstür nicht stilgerecht. Es deutet sich an, dass der heutige funktionale Anspruch mit den Anforderungen der Denkmalpflege konkurriert. Aus der Pressestelle heißt es: „So wird derzeit beispielsweise erörtert, wie die Balance zwischen der historisch üblichen Farbgestaltung und dem Wunsch der Schule nach einem möglichst hellen, freundlichen Empfangsbereich bestmöglich umgesetzt werden kann.“ Restauratoren hatten bereits verzierende Wandmalereien freigelegt, um einen Eindruck vom Ursprungszustand des Gründerzeitbaus zu vermitteln.
Geplante Arbeiten im Eingangsbereich und Treppenhaus
Die Eingangstür wird durch eine neue Tür nach historischem Vorbild ausgetauscht, während der alte Windfang abgebaut und durch ein modernes Stahl-Glaselement ersetzt werden soll. Die gelb-weißen Wände erhalten einen neuen, denkmalgerechten Anstrich. Für neue Elektroleitungen der Beleuchtung und Kabel der Brandmeldeanlage wird die Decke abgehängt. Auch im Treppenhaus werden die Arbeiten komplexer: Elektroinstallationen müssen erneuert und Brandschutztechnik installiert werden. Zudem wird nach jetzigem Vorbereitungsstand eine Schadstoffsanierung nötig sein. Das Treppenhaus bekommt ebenfalls einen denkmalgerechten Neuanstrich.
Ablauf und Nutzung der Ferienzeiten
Wie hoch die Investition des Landes sein wird, steht noch nicht fest, da sich die Sanierungsmaßnahme in der Konzept- und Abstimmungsphase befindet. Daher gibt es laut Staatlichem Baumanagement auch noch keinen konkreten Zeitplan. Um Störungen für Schüler und Lehrer so gering wie möglich zu halten, sollen Ferienzeiten für Arbeiten mit stäkere Einschränkungen genutzt werden. Bauarbeiten während des Unterrichts werden in „durchdachte Bauabschnitte aufgeteilt, um eine sichere Erschließung des Gebäudes und einen geordneten Schulalltag stets zu gewährleisten“.
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