Neue App „PapaMap“ hilft Vätern bei der Suche nach Wickeltischen
Eine entwickelte Anwendung zeigt Vätern den Weg zu barrierefreien und für Männer zugänglichen Wickelmöglichkeiten inklusive Ausstattung und Öffnungszeiten.
Wickeln am Deich? Hauptsache, der Wind steht günstig.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Eine neue Anwendung soll Vätern die Suche nach für Männer zugänglichen Wickeltischen erleichtern. Die kostenlose „PapaMap“ zeigt Standorte, Öffnungszeiten und Ausstattungsmerkmale von Wickelmöglichkeiten an. Da sich Wickeltische in der Regel auf Damen-Toiletten befinden, entwickelte Softwareentwickler Jakub Waller während seiner Elternzeit die Anwendung. Wie die Tagesschau berichtet, ist Waller gern mit seiner Tochter Elwa unterwegs. „Ich bin gerade in Elternzeit. Ich bin gern unterwegs mit meinem Kind. Aber als Vater weiß man nie, wo ein greifbarer Wickeltisch steht“, sagt Waller. Aus der Notwendigkeit heraus entstand schließlich die Idee zur digitalen Übersicht.
Funktionen der Anwendung
Die „PapaMap“ steht als Web-Karte sowie als App für iPhone und Android zur Verfügung. Bei aktivierter Standortsuche werden die nächstgelegenen, für Männer erreichbaren Wickelmöglichkeiten inklusive der kürzesten Route und der Öffnungszeiten angezeigt. Über eine gezielte Adresseingabe können Nutzer zudem nach Zusatzangeboten wie einer Spielecke oder Barrierefreiheit filtern. Die Daten bezieht die Anwendung automatisch aus dem Internet. Jeder kann die kostenlose App verbessern und neue Fundstellen für Wickeltische ergänzen. „Es ist schon etwas komplizierter für Väter“, sagt Waller. „Man muss fragen und hoffen, dass irgendwo ein Wickeltisch steht. Oder schlimmstenfalls draußen auf dem Boden oder auf einem normalen Tisch wickeln. Da hilft die App schon viel, dass man weiß, da bin ich sicher, da kann ich wickeln.“
Unterstützung im Gastronomiebereich
Ein in der App aufgeführtes Ziel ist das Café Knopf und Krümel in Eimsbüttel, das einen für alle zugänglichen Wickeltisch anbietet. „Wir machen uns über solche Sachen mehr Gedanken, dass wir bestimmte Rollen aufweichen“, sagt Tobias Dobiasch. „Wir haben ein Interesse, dass sich Väter in die Care-Arbeit einbringen können wie Mütter auch. Es ist wichtig, das strukturell zu ermöglichen.“ Die Anwendung funktioniert selbstverständlich auch für Mütter.
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