Niedersachsen Ports erweitert Auenwald auf Ausgleichsfläche in Brake
Auf einer knapp 34.000 Quadratmeter großen Fläche in Brake gehen die Pflanzarbeiten für einen neuen Auenwald weiter. Die Maßnahme dient als ökologischer Ausgleich für die Erweiterung von Hafenflächen.
Bäume pflanzen ist gut. Holz hält schließlich besser als Wind.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Niedersachsen Ports setzt im Herbst die Arbeiten auf einer rund 34.000 Quadratmeter großen Ausgleichsfläche in Brake fort. Auf dem bisherigen Intensivgrünland entsteht schrittweise ein Auenwald als ökologischer Ausgleich für die Schaffung neuer Hafenflächen. Die Maßnahme soll langfristig einen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen und den Industrie-Stadtrand mit der Landschaft verbinden.
Fortsetzung der Bepflanzung im Herbst
Auf der Fläche zwischen der Bundesstraße B 212 und dem Dungen Weg entwickelt Niedersachsen Ports (NPorts) einen Auenwald. In der anstehenden Herbstphase werden auf 11.550 Quadratmetern 117 weitere Bäume und Sträucher gesetzt, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Vorgesehen sind Ulmen, verschiedene Erlen- und Weidenarten, Stieleichen, Vogelkirschen, Wildäpfel, Pfaffenhütchen sowie Schwarz- und Weißdorn.
Die insgesamt 33.840 Quadratmeter große Ausgleichsfläche kompensiert Eingriffe, die im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Hafenflächen zwischen dem Gelände der Olenex Edible Oils GmbH und dem Niedersachsenkai stehen. Rechtsgrundlage für das Vorhaben ist der Bebauungsplan 70 „Boitwarder Groden/Boitwarder Außendeich“ der Stadt Brake.
Kombination aus Weichholz- und Hartholzaue
Auf dem Areal entsteht eine Kombination aus Weichholz- und Hartholzaue. Die Gestaltung berücksichtigt unterschiedliche Standortbedingungen, um heimischen und standortgerechten Gehölzen Raum zur Entwicklung zu geben. Neben der Schaffung eines Lebensraums für Tiere und Pflanzen soll die Fläche den industriell geprägten Stadtrand mit der umgebenden Landschaft verbinden.
Die vorbereitenden Arbeiten wurden im Winter 2024/2025 durchgeführt. Dabei erfolgte die Herrichtung und Profilierung eines Teils der Fläche sowie das Anlegen von Unterhaltungswegen. Im Frühjahr 2026 wurden auf rund 14.000 Quadratmetern 323 Bäume und Sträucher gepflanzt – darunter verschiedene Weidenarten, Schlehen, Hartriegel, Hainbuchen, Wildapfel, Vogel-Kirschen und Winterlinden – sowie eine rund 700 Quadratmeter große Wildblumenwiese angelegt. Für das Frühjahr 2027 ist eine weitere Wildblumenwiese von 500 Quadratmetern vorgesehen.
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