▶ Live hören
Meldung ✓

Netzbetreiber 50 Hertz baut Regional-Hub in Itzehoe auf

Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz zieht ab Januar 2027 in das Innoquarter Itzehoe ein. Dadurch entstehen vor Ort 50 neue Arbeitsplätze für den Ausbau und Betrieb von Offshore-Netzanbindungen.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

50 Jobs und frischer Wind für Itzehoe – das lobe ich mir. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Netzbetreiber 50 Hertz baut Regional-Hub in Itzehoe auf
Illustration: KI-generiert
Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz errichtet in Itzehoe einen Regional-Hub für den Betrieb und die Projektentwicklung von Offshore-Netzanbindungen in Schleswig-Holstein. Durch die Ansiedlung im Innoquarter werden ab Januar 2027 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies berichtete die shz.
Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz mit Hauptsitz in Berlin wird in Itzehoe einen „Regional-Hub“ für den Betrieb und die Projektentwicklung seiner Offshore-Netzanbindungen in Schleswig-Holstein aufbauen. Auf einer angemieteten Fläche im Innoquarter Itzehoe stehen ab Januar 2027 zunächst rund 25 flexible und moderne Arbeitsplätze für 50 Mitarbeiter zur Verfügung. „Es ist der erste Betriebsstandort von 50 Hertz außerhalb des eigenen Netzgebietes, das die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg umfasst“, erklärt Pressesprecher Volker Gustedt.
Das Unternehmen ist bisher ausschließlich für Netzanbindungen von Offshore-Windparks in der Ostsee verantwortlich gewesen. Aufgrund der hohen Ausbauziele für die Nordsee will 50 Hertz zukünftig gemeinsam mit den beiden anderen Übertragungsnetzbetreibern Tennet und Amprion dazu beitragen, auch dieses Windenergiepotenzial zu erschließen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Netzanbindungssysteme mit dem Anlandungspunkt Büsum und geplanten Netzanschlusspunkten bei Heide und Pöschendorf. Volker Gustedt führt dazu aus: „Von dort aus führt zukünftig die Hochspannungs-Gleichstromübertragungsleitung Nord-Ost-Link Richtung Osten zum Umspannwerk Mühlenbeck in Mecklenburg-Vorpommern sowie einem Abzweig nach Sahms in Schleswig-Holstein.“ Der Standort Itzehoe sei ideal, um diese Bauvorhaben zu begleiten sowie den sicheren Betrieb zu gewährleisten. Izet-Chef Christoph Kober bringt es auf einen einfachen Nenner: „50 Hertz wird dafür sorgen, dass der Strom aus Windparks in der Nordsee nach Schleswig-Holstein kommt und weitergeleitet wird.“

Standortvorteile und Ausbaupläne

Nach einer umfassenden Standortanalyse sei die Wahl auf Itzehoe gefallen, weil dort optimale Voraussetzungen bestünden. Die Lage am Rand der Metropolregion Hamburg mit einem großen Angebot an Fach- und Nachwuchskräften, die Nähe zu den neuen Umspannwerken und Leitungen sowie die gute Anbindung an Autobahn und öffentlichen Nahverkehr werden als Pluspunkte aufgezählt. „Am neuen Standort finden die zukünftigen Mitarbeitenden auf mehr als 500 Quadratmetern Nutzfläche optimale Arbeitsbedingungen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Start-ups und Technologieunternehmen vor“, lobt der Sprecher.
Dirk Biermann, Geschäftsführer Operations (COO) von 50 Hertz, hebt hervor: „Die Eröffnung des Regional-Hubs in Itzehoe ist ein erster Schritt in eine Region, in der wir gemeinsam mit Tennet die Stromnetzinfrastruktur an Land und auf See ausbauen.“ In einem zweiten Schritt werde das Unternehmen unmittelbar an der Küste ein Verbrauchs- und Materiallager aufbauen, um Offshore-Betriebsmittel wie Konverter- und Kabelanlagen von dort aus versorgen zu können. Die Standortsuche laufe bereits.

Reaktionen aus Politik und Wirtschaft

Landrat Claudius Teske freut sich: „Die Gründung des neuen Standorts verdeutlicht, dass der Kreis Steinburg mit seiner Lage, Infrastruktur und Fachkompetenz ein attraktives Umfeld für zukunftsorientierte Unternehmen bietet.“ Christoph Kober ergänzte: „Wir spüren immer mehr die Effekte der Energie-Transformation. Auch wenn Northvolt nicht kommt, ist das eine schöne Geschichte. Wir haben die Ansiedlung mit großem Engagement begleitet und unterstützen 50 Hertz auch künftig gern beim Aufbau des Regional-Hubs und bei der Vernetzung mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor Ort.“
Itzehoes Bürgermeister Ralf Hoppe wertet die Ansiedlung als „ein starkes Zeichen für Itzehoe als Wirtschaftsstandort“. „Es zeigt einmal mehr, dass wir zukunftsorientierten Unternehmen im Innoquarter attraktive Standortbedingungen bieten“, so der Verwaltungs-Chef. Gleichzeitig seien Ansiedlungen wie diese auch Auftrag für die Stadt Itzehoe, „weiterhin optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, sowohl für die Unternehmen als auch für die Fachkräfte, die hier arbeiten und leben“.

← alle Meldungen aus Norden

Weitere Meldungen aus Norden