Orkantief „Manja“ sorgt für Sturmflutwarnung und Ausfälle in Nordfriesland
Orkantief „Manja“ bringt Böen von bis zu 120 km/h nach Nordfriesland und behindert den Verkehr. Für die Nacht zum Montag warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut.
Das Orkantief „Manja“ hat am Wochenende in Nordfriesland für schwere Sturmböen, Regenfälle und Einschränkungen im Reiseverkehr gesorgt. Während für die Nacht zum Montag eine Sturmflut an der Westküste erwartet wird, blieb die Lage auf den Inseln und Halligen weitgehend ruhig. Im Straßenverkehr kam es durch umgestürzte Bäume und abgerissene Äste zu Störungen. Seit Sonntag folgt auf das Sturmtief „Luise“ das Orkantief „Manja“, wie die shz berichtet. Für Nordfriesland galt bis Sonntagabend eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnte vor einer Sturmflut in der Nacht zum Montag, 26. Oktober. An Standorten wie dem Eidersperrwerk und dem Hafen Schlüttsiel wird das Nacht-Hochwasser bis zu 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser erwartet. Auf Sylt, Amrum, Föhr und Pellworm geht das BSH von bis zu 2 Metern aus, während auf den Halligen mit „Land unter“ gerechnet wird.
Sturmflutwarnung und Einsätze der Rettungskräfte
Die Leitstelle Nord in Harrislee registrierte in der Nacht zum Sonntag zwischen 2.30 Uhr und 4.30 Uhr sieben Vorfälle im Kreis Nordfriesland und drei im Kreis Schleswig-Flensburg. Auf der B5 bei Witzwort wurde am frühen Morgen eine Fahrradfahrerin von einem herabfallenden Ast getroffen, erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Einsätze betrafen umgestürzte Bäume und abgerissene Äste, unter anderem in Bordelum, Ramstedt, Koldenbüttel, Südermarsch und Osterhever. Bis zum späten Sonntagnachmittag wurden keine weiteren Unfälle gemeldet.
Lage auf den Inseln und Behinderungen im Verkehr
Auf den Inseln und Halligen verlief der Sonntag weitgehend glimpflich. Laut Leitstelle gab es auf Amrum, Föhr und Hooge keine sturmbedingten Einsätze, während die Feuerwehr auf Sylt einmal ausrückte. In Wyk auf Föhr wurden die Hafendeichstöpe präventiv geschlossen, nachdem das nächtliche Hochwasser Sand in den Binnenhafen und auf Wege schwemmte. Auf Amrum peitschte die See am Nachmittag über die Steenodder Mole.Der Orkan führte zu Einschränkungen im Reiseverkehr. Der Sylt-Shuttle stellte den Betrieb am Sonntagmittag komplett ein, und auf der Marschbahn kam es zu Ausfällen und Verspätungen. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) fährt die Halligen bis einschließlich Montag, 26. Oktober, gar nicht an und nutzt nach Föhr und Amrum einen geänderten Fahrplan. Die Fähre der NPDG zwischen Nordstrand und Pellworm verkehrte hingegen nach regulärem Fahrplan. Trotz des Sturms zogen teils überflutete Strände in St. Peter-Ording, Dagebüll und auf den Inseln zahlreiche Schaulustige an.
Das Sturmtief „Manja“ hat auf Föhr, Amrum und Sylt bislang kaum Schäden angerichtet. Für die kommende Nacht warnt das BSH jedoch vor einer weiteren Sturmflut mit deutlich erhöhtem Wasserstand.
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