Sturmtief „Manja“ trifft Nordfriesland: Neue Sturmflutwarnung für die Inseln
Das Sturmtief „Manja“ hat auf Föhr, Amrum und Sylt bislang kaum Schäden angerichtet. Für die kommende Nacht warnt das BSH jedoch vor einer weiteren Sturmflut mit deutlich erhöhtem Wasserstand.
Nach Angaben der Feuerwehr-Leitstelle in Harrislee gab es bis Sonntagnachmittag, den 25. Oktober, auf den Inseln keinerlei „nennenswerte Vorkommnisse durch das Sturmtief ‚Manja‘“. Wie die shz berichtet, bestätigte auch Wehrführer der Wyker Feuerwehr Jörg Carstensen die ruhige Lage: „Auf Föhr war gar nichts, wir konnten richtig gut durchschlummern“. Dennoch hinterließ das nächtliche Hochwasser im Hafen von Wyk Spuren, da die aufgewühlte Nordsee tonnenweise Sand in das gesamte Hafengebiet trug und Straßen sowie Gehwege bis hinauf zum Binnenhafen bedeckte.
Rutschengefahr und umgestürzte Bäume
Da die meisten Bäume um diese Jahreszeit noch voll im Laub stehen, riss der Sturm große Mengen Blätter ab. In Kombination mit immer wieder einsetzendem Regen sorgt das Laub auf allen Inseln für teils rutschige Straßen, weshalb Verkehrsteilnehmer um Vorsicht gebeten werden. Zwischen Midlum und Oevenum auf Föhr stürzte ein großer Straßenbaum um, der jedoch auf der freien Wiese direkt neben der Fahrbahn landete.
Auf Amrum peitschte das Hochwasser am Sonntagnachmittag die Nordsee über den Anlegesteg der Steenodder Mole. Zudem wurde der eine oder andere Gartenstrandkorb umgeworfen, „ansonsten war hier auch nichts“, erklärte Fotografin Kinka Tadsen, die für die Berichterstattung mit ihrer Kamera unterwegs war.
Amtliche Warnung vor nächster Sturmflut
Trotz der gefühlt entspannten Lage bleibt bis Sonntag, 25. Oktober, um 21 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen von bis zu 120 km/h in exponierten Lagen und in Schauernähe in Kraft. Zudem warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in einer Meldung vom Sonntagnachmittag vor einer weiteren Sturmflut an der nordfriesischen Küste: Das kommende Nacht-Hochwasser soll zwei bis zweieinhalb Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten. Diese Warnung gilt voraussichtlich bis Montag, 26. Oktober, um 5 Uhr morgens.
Aufgrund der aktuellen Wetterlage stellte der Sylt-Shuttle den Betrieb bereits am Sonntagmittag ein, wobei die Dauer der Unterbrechung unklar ist. Die Fähren der Wyker Dampfschiffs-Reederei verkehren zwar, sind jedoch teilweise von erheblichen Fahrplanänderungen betroffen. Reisende werden gebeten, sich aktuell auf faehre.de zu informieren.