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Bevölkerungsschutz: Fahrdorf wappnet sich für den Katastrophenfall

Die Gemeinde Fahrdorf bereitet sich intensiv auf Krisen wie Stromausfälle oder Hochwasser vor. Bei einem Informationstag wurden Notfallkonzepte und Vorräte präsentiert.

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1500 Liter Erbsensuppe auf Lager? Da komme ich im Notfall glatt vorbei. — Rocky, Chefkolumnist
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Die 2500-Einwohner-Gemeinde Fahrdorf wappnet sich für den Katastrophenfall. Bei einer Informationsveranstaltung auf dem Schulhof demonstrierten Gemeinderat und Freiwillige Feuerwehr, wie der Bevölkerungsschutz vor Ort aufgestellt ist. Die Bürger konnten sich dabei unter anderem ein Notstromaggregat, Feldbetten und eine mobile Suppenküche ansehen.

Bürgermeister Frank Ameis zeigte sich stolz auf das Engagement vor Ort: „Ich bin stolz auf die Gemeinde Fahrdorf, dass man hier mitgemacht hat, sich so umfangreich auf einen möglichen Katastrophen- oder Krisenfall vorzubereiten“, wie die shz berichtet. Gunnar Brast, bei der Amtsverwaltung für das Risiko- und Krisenmanagement Haddeby zuständig, erläuterte die konkreten Vorbereitungen.

Vorbereitung auf Stromausfall und Hochwasser

Gunnar Brast wies auf den gerade erst erfolgten großflächigen Stromausfall an der Westküste hin. Es könnte eine Gasmangellage eintreten oder die Schlei könnte bei einem Hochwasser wieder über die Ufer treten und die tiefer gelegenen Wohngebiete überfluten. Fahrdorf habe da mehr auf den Weg gebracht als der Großteil der anderen Gemeinden, war Brast überzeugt.

Notfallinfopunkt für die Region ist die Schule, genauer die angrenzende Sporthalle. Thord Block, Gruppenführer Katastrophenschutz bei der Freiwilligen Feuerwehr Fahrdorf, stellte fest: „Ein Notfallinfopunkt ist aber nur so gut wie die Bürger, die dort Rat und Hilfe suchen, und diejenigen, die die Hilfe anbieten“ und ergänzte: „Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, sich bei Bedarf als helfende Hände zur Verfügung zu stellen. Das können Ärzte und andere medizinische Berufe oder Handwerker mit ihren Spezialkenntnissen sein.“

Vorräte für den Ernstfall

Bürgermeister Frank Ameis appellierte weiter an alle Bürger, sich auch zu Hause vorzubereiten und Notfallrationen von Lebensmitteln und Wasser vorzuhalten. In Fahrdorf habe man dafür sogar den örtlichen Lebensmittelmarkt mit einbeziehen können, der entsprechende Warenkörbe zusammengestellt habe und den Kunden anbieten könne.

Auch die Gemeinde hat vorgesorgt und lagert ständig 1500 Liter Erbsensuppe in Dosen und 3000 Liter Wasser ein. „Wenn das Verfallsdatum für die Suppe in Aussicht steht, wird sie in der gasbetriebenen Suppenküche warm gemacht und wie am heutigen Informationstag den Bürgern als Mittagessen angeboten“, trat Gunnar Brast Befürchtungen entgegen, aus Steuergeldern angeschaffte Lebensmittel könnten vernichtet werden.

Frank Ameis gab sich zum Abschluss überzeugt: „Wie wir uns hier in Fahrdorf bereits beispielhaft auf den Weg gemacht haben, den Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger voranzutreiben, sollte sich jede Gemeinde zur Aufgabe machen.“

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