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Ansturm auf Deichgraf-Fantasy: Mikkel Robrahns Lesung in Eutin restlos ausverkauft

Der Hamburger Autor Mikkel Robrahn stellt seinen Bestseller um den Deichgrafen Magnus Knut Hansen in der Eutiner Opernscheune vor. Die 200 Karten waren nach kürzester Zeit vergriffen.

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Gummistiefel, Friesennerz und 'ne Möwe – klingt nach einem ganz normalen Dienstag bei uns. — Rocky, Chefkolumnist
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Illustration: KI-generiert
Am 31. Oktober liest der 35-jährige Hamburger Autor Mikkel Robrahn in Eutin aus seinem erfolgreichen Fantasyroman „Magnus Knut Hansen“. Die Veranstaltung war nach großem Andrang innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und musste von der Buchhandlung Hoffmann in die Eutiner Opernscheune verlegt werden.
Die 200 zur Verfügung stehenden Karten für die Lesung waren schnell vergriffen, wie die shz berichtet. Einen solchen Ansturm vor dem eigentlichen Erscheinungstermin eines Buches habe bisher nur Sebastian Fitzek geschafft. Mikkel Robrahn zeigt sich von der Resonanz überrascht: „Eutin hat den Vogel abgeschossen“, sagt der Hamburger. Mit Blick auf die Besucher ergänzt er: „Und ich möchte die Erwartungen der Leute ja auch erfüllen.“<2>Entstehung auf der Toilette und Erfolg auf der BestsellerlisteDas Buch schaffte es bis auf Platz 5 der „Spiegel“-Bestsellerliste. Die Idee dazu kam Robrahn nach eigenen Angaben auf der Toilette. Ursprünglich sollten die Geschichten um den Deichgrafen, dessen Schaf Dörte entführt wird und das er mit Hilfe von Möwen, eines Aals und einer Prinzessin retten muss, nur für Instagram entstehen. Über seine Hauptfigur sagt Robrahn: „Er ist irgendwie ein norddeutscher Archetyp.“ Viele Leser erkennen in Hansen Verwandte wieder. „Mein Opa war Kapitän und der ging auch so in die Richtung“, erzählt Robrahn.

Inspirationen und verkleidete Fans

Ein reales Vorbild hat Magnus Knut Hansen nicht, jedoch diente der Vater einer Freundin als Inspiration, der stellvertretender Deichgraf war. Den Anstoß für das entführte Schaf gab ein Zeitungsartikel über gestohlene Schafe in Nordfriesland. Auf Lesungen erscheinen viele Besucher in Gummistiefeln und Friesennerz. Sogar auf Veranstaltungen ohne Robrahns Anwesenheit wurden bereits verkleidete Leser gesichtet. „Für einen Autor ist das natürlich ein Ritterschlag“, so Robrahn.Auch Möwen spielen im Buch eine wichtige Rolle, weshalb der Autor privat inzwischen einen Schwarm aus geschenkten Exemplaren besitzt. Echten Möwen begegnet er mit Abstand: „Ich habe einen gesunden Respekt vor ihnen.“ Derzeit arbeitet Robrahn am zweiten Teil der Geschichte. Für seine bevorstehende Lesung ist er sich sicher: „Eutin wird mein Jahreshighlight.“ Die Veranstaltung ist komplett ausverkauft, es gibt keine Abendkasse und keine Möglichkeiten für zusätzliche Stühle.

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