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Kieler Hörnbrücke zieht als Steg in den Flensburger Museumshafen

Die fehleranfällige Kieler Hörnbrücke bekommt eine neue Aufgabe in Flensburg. Künftig dient sie dort als Zugangssteg für das neue Schiffshebewerk.

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Was in Kiel nicht klappt, liegt demnächst in Flensburg. Passt doch! — Rocky, Chefkolumnist
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Illustration: KI-generiert
Die ausgemusterte Kieler Hörnbrücke wird künftig als Zugangssteg für das neue Schiffshebewerk im Flensburger Museumshafen dienen. Das Spezialunternehmen Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH übernimmt das Bauwerk kostenlos und passt es für die neue Nutzung an.
Vor wenigen Wochen hievte „Enak“, Deutschlands größter Schwimmkran, das Fundament für die neue Anlage in den Flensburger Hafen. Unklar war bislang, wie Arbeiter und Besucher künftig trockenen Fußes auf die Anlage gelangen. Wie DDW-Geschäftsführer Torsten Hauser der shz bestätigte, wird die Hörnbrücke als Zuwegung genutzt.<2>Vom Sorgenkind zum kostenlosen StegDie 1997 für 19,9 Millionen D-Mark erbaute Konstruktion aus Stahl ist 25,6 Meter lang und 5 Meter breit. In Kiel wurde die dreigliedrige Faltbrücke wegen wiederholter Defekte ihrer Faltmechanik oft als „Klappt-nix-Brücke“ verspottet. Die DDW bewarb sich auf die Ausschreibung für den Abbau und erhielt den Zuschlag. Da das Unternehmen nur die Brücke selbst und nicht den Klappmechanismus benötigt, sieht es kein unkalkulierbares Risiko. „Da haben wir gesagt: Na wunderbar, die können wir als Zuwegung für die Schiffshebeanlage in Flensburg verwenden“, sagt Geschäftsführer Hauser.Das Spezialunternehmen erhält die bisherige Fußgänger- und Radfahrerbrücke zum Nulltarif und übernimmt lediglich Transport, Umbau und Installation. Den 225.000 Euro teuren Abbau der Dreifeldzugklappbrücke bezahlt die Landeshauptstadt Kiel. Eine maßgefertigte Neukonstruktion eines Stegs hätte wohl deutlich mehr gekostet.

Transport über die Ostsee nach Arnis

Anfang November rückt der Rostocker Schwimmkran „Baltic Lift“ nach Kiel aus, um die Hörnbrücke auf einen Transportponton zu heben. Über die Ostsee gelangt sie zum DDW-Stammsitz nach Arnis, wo der Klappmechanismus zurückgebaut wird, damit die Konstruktion als Steg an die Schiffshebeanlage passt.Nach dem Setzen des Fundaments ruhen die Arbeiten in Flensburg vorerst. „Ich glaube nicht, dass wir in diesem Jahr noch viel umsetzen werden“, sagt DDW-Geschäftsführer Hauser. „Das wird wohl erst im neuen Jahr weitergehen. Wir müssen erst die Planung vorantreiben.“ Wegen des ausstehenden Umbaus steht auch der genaue Zeitpunkt der Ankunft in Flensburg noch nicht fest.Für die Flensburger Museumswerft ist die Anlage wichtig, um historische Holzsegler und Traditionsschiffe wie den Salondampfer „Alexandra“ direkt an der Flensburger Förde gegen Gebühr zu warten und aus dem Wasser zu heben.

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