Protest gegen A 20: Über 350 Bürger informieren sich in Mentzhausen
Bei einer Informationsveranstaltung zum geplanten Bauabschnitt 2 der Küstenautobahn A 20 in Mentzhausen wurden Vorwürfe gegen das Projekt und die rein digitale Auslegung der Unterlagen laut.
Moor oder Asphalt – Hauptsache, der Tee bleibt heiß und trocken.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Mehr als 350 Bürgerinnen und Bürger haben sich in Mentzhausen darüber informiert, wie sie eine Einwendung gegen den geplante Bauabschnitt 2 der Küstenautobahn A 20 einlegen können. Bei der Veranstaltung in der voll besetzten Turnhalle wurden sowohl das Autobahnprojekt als auch die ausschließlich digitale Bereitstellung der Planunterlagen scharf kritisiert. Die Einwendungsfrist läuft noch bis zum 9. November. Die Küstenautobahn ist als eine rund 550 Kilometer lange Ost-West-Verbindung von Westerstede bis Stralsund geplant und in den östlichen Bundesländern bereits weitgehend fertiggestellt. In Niedersachsen sind 129 Kilometer von Westerstede bis zur Elbe bei Drochtersen vorgesehen, wo die A 20 unter dem Fluss weitergeführt werden soll. Im Juni dieses Jahres erfolgte der symbolische erste Spatenstich für den Bau des 13 Kilometer langen Abschnitts zwischen der A 28 in Westerstede und der A 29 bei Jaderberg, wo vorbereitende Arbeiten bereits begonnen haben, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Trassenverlauf durch die Jader Moormarsch
Der Bauabschnitt 2 soll die Wesermarsch von Südwesten nach Nordosten auf einer rund 50 Meter breiten Trasse durchschneiden. Dieser Abschnitt führt auf 22,5 Kilometern von der A 29 zur Bundesstraße 437 bei Schwei. Die vorgesehene Trasse verläuft von Westen kommend zwischen Hahn und Bekhausen, anschließend durch das Lehmdermoor über die Jaderlangstraße und Mentzhausen westlich an Neustadt vorbei, bevor sie östlich von Schwei die B 437 erreicht. Da der Untergrund aus Moor besteht, soll die Autobahn in der Moormarsch hoch gebaut werden, bis zu 18 Meter über Grund. BUND-Vorsitzende in der Wesermarsch Annette Chapligin kritisierte das Vorhaben deutlich: „Wir wollen das Moor erhalten, nicht asphaltieren“. Die Autobahn zerstöre Natur und Landschaft und sei ein Dinosaurier-Projekt.
Kritik an rein digitaler Information
Auf Kritik stieß auch die Art und Weise der Information durch die Niedersächsische Straßenbaubehörde, deren Planunterlagen nur digital im Internet zur Verfügung stehen. Praktisch war die Internetseite der Behörde wegen Wartungsarbeiten gesperrt, obwohl die Unterlagen nur bis zum 27. Oktober im Netz einsehbar sein sollen. Durch das Infrastruktur-Zukunftsgesetz wurden die Informationspflichten der Behörden zurückgenommen, sodass keine Auslegung in den Rathäusern der betroffenen Region mehr stattfindet. „Wenn wir das nicht öffentlich gemacht hätten, hätte niemand davon erfahren“, sagte Susanne Grube vom Schutz- und Klagefonds gegen die A 20.Vorsitzender des Kreisbehindertenbeirats in der Wesermarsch Albert Mumme kritisiert, dass Menschen ohne Internet ausgegrenzt würden, und spricht von Diskriminierung. Zudem vermisst er eine Darstellung des Vorhabens in einfacher Sprache, auf die Bürger einen Anspruch hätten, da nicht jeder das Juristendeutsch in den Planunterlagen verstehen könne. Gegener des Autobahnbaus laden für Sonntag, 25. Oktober, ab 14 Uhr zu einem Picknick auf der A-20-Trasse auf der Dörpstraat in Delfshausen ein.
Ende Oktober lassen sich am Willkomm Höft in Wedel spektakuläre Schiffe beobachten. Neben mehreren Kreuzfahrtschiffen passiert auch ein gigantisches Containerschiff die Elbe.
Im Dezember 2026 wird der Klassiker „Dinner For One“ an sechs Terminen als Theateraufführung auf der „Hansa“ in Bremerhaven gezeigt. Im Anschluss an das Stück erwartet die Gäste ein Menü nach dem Original-Sketch.
Nach dem tragischen Tod einer Mutter von fünf Kindern bei einem Verkehrsunfall in Cuxhaven erbringt eine Hilfsaktion große Unterstützung. Die Spenden sollen den Hinterbliebenen bei den Bestattungskosten und dem Alltag helfen.
Die Grünen und die Bürger für Glückstadt schlagen unterschiedliche Maßnahmen gegen Sommerhitze vor. Der Hauptausschuss berät Ende Oktober über mobile Pflanzkübel und dauerhafte Baumpflanzungen.
Ein Tiefdruckgebiet bringt am Wochenende heftigen Regen und Sturmböen in die Region Bremen. Während der Freimarktsumzug stattfinden soll, drohen im Schiffsverkehr nach Norderney bereits Ausfälle.
Während in den Regionen Angeln und Schlei-Ostsee der Glasfaserausbau weitestgehend abgeschlossen ist, müssen Hunderte Haushalte im Amt Süderbrarup voraussichtlich bis 2027 auf schnelles Netz warten.