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Ministerpräsident Günther hebt strategische Rolle der Wehrtechnik in Flensburg hervor

Bei einem Werksbesuch bei Rheinmetall in Flensburg betonte Daniel Günther die Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins beim Zivilschutz. Der Rüstungskonzern kündigte zudem einen Wechsel in den IG-Metall-Tarifvertrag an.

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Schleswig-Holstein nimmt nach Ansicht von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eine Vorreiterrolle bei der zivilen Vorsorge ein. Dies betonte der Regierungschef bei einem Besuch der wehrtechnischen Industrie in Flensburg. Zugleich gab der Rüstungskonzern Rheinmetall Landsysteme bekannt, für seinen Flensburger Standort in den Tarifvertrag der IG Metall zu wechseln.
Für Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) spielt die wehrtechnische Industrie an den Standorten Kiel und Flensburg eine zentrale strategische Rolle. Das machte er bei einem Besuch von Rheinmetall Landsysteme an der Flensburger Werftstraße deutlich. Dass der Norden bei der Vorsorge oft weiter sei als andere, liege laut dem Ministerpräsidenten vor allem an der besonderen geografischen Lage, da sich aus der direkten Nachbarschaft zur Ostsee eben auch ein „direkter Kontakt“ mit der Schattenflotte aus Russland ergebe, wie die shz berichtet. Trotzdem profitiere Schleswig-Holstein von der direkten Nachbarschaft zu Dänemark und Skandinavien, die in manchen Dingen bereits weiter seien als Deutschland. „Dafür brauchen wir eben auch Industrieunternehmen wie Rheinmetall, die in der Lage sind, mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herausragende Produkte zu produzieren, um eben den Frieden auch zu erhalten“, betonte Günther bei dem Termin.

Tarifwechsel bringt höheres Gehalt

Am Rande des Besuchs verkündete Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Rheinmetall Thomas Zaborowski eine wichtige Personalentscheidung. Der Rüstungskonzern wechselt für seinen Standort in Flensburg freiwillig aus dem bisherigen Handwerkstarif in den Tarifvertrag der IG Metall. „Wir haben uns entschieden, auch für den Standort hier in Flensburg in den Tarifvertrag der IG Metall zu wechseln“, erklärte Zaborowski. Man wolle auch in Flensburg weiter mit der Gewerkschaft zusammenarbeiten und den Tarifvertrag nutzen, der sonst auch im Unternehmen angewendet werde.Für die Beschäftigten bedeutet dieser Schritt spürbar mehr Geld auf dem Konto: ein Gehaltsplus von bis zu 30 Prozent. Zaborowski machte keinen Hehl daraus, dass dieser Wechsel das Unternehmen Geld kostet und zu „höheren Belastungen“ führe. Man wolle jedoch einerseits Mitarbeiter haben, „die gerne zur Arbeit kommen“, und andererseits für Bewerber auf dem mittlerweile umkämpften Arbeitsmarkt attraktiv sein. Geschäftsführer der IG Metall Flensburg Michael Schmidt begrüßte den Vorstoß und lobte Rheinmetall als einen Betrieb, der „eine gelebte Sozialpartnerschaft hat“.

Ausbau der Belegschaft geplant

Rheinmetall beschäftigt im nördlichsten Werk seiner Landsysteme-Sparte an der Flensburger Förde aktuell rund 50 Mitarbeiter. Auf rund 4400 Quadratmetern setzen die Fachkräfte unter anderem militärische Fahrzeuge wie den Radpanzer „Fuchs“ instand oder montieren Baugruppen für den Schützenpanzer „Puma“. In dem Instandhaltungswerk direkt am Hafen werden pro Jahr mindestens 25 Fahrzeuge generalüberholt. Zudem plant Rheinmetall, die Belegschaft an der Werftstraße zumindest mittelfristig weiter aufzustocken. „In den nächsten Jahren werden wir auf 60, vielleicht auch 62 Mitarbeiter wachsen“, kündigte Zaborowski an.

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