Helgoland entscheidet gegen Zäune an Stränden zum Schutz vor Kegelrobben
Die Gemeindevertretung auf Helgoland lehnt die Anschaffung von Schutzzäunen gegen Robben an den Inselstränden ab. Stattdessen setzt die Gemeinde auf gezielte Absperrungen an Hafenrampen und alternative Vergrämungsmethoden.
Bei den Kegelrobben auf der Hauptinsel gab es keine einfache Lösung. Die Gemeindevertretung beriet am 31. August 2026 erneut, wie sie mit Robbengeburten am Strand umgehen soll. Im vergangenen Winter wurden viele Geburten am Nordoststrand nahe der Jugendherberge und am Südstrand gezählt. Die Verwaltung erwartete für die kommende Saison mehr Tiere und weitere Strandabschnitte.
Das Land will keine Zäune und schlägt vor, die Tiere zu vergrämen, damit sie gar nicht erst an Land gehen. Eine wirksame Methode fand die Verwaltung bisher nicht. Lärm sei wegen der Jugendherberge problematisch, und die Wirkung von Licht sei unklar. Auch der Hundestrand am Nordoststrand hielt die meist nachts anlandenden Tiere nicht ab.
Debatte über Kosten und Gefahren von Robbenzäunen
Befürworter sahen in Zäunen eine kurzzeitige Maßnahme zum Schutz von Gästen und Bevölkerung. Die Kosten wurden auf 50.000 bis 65.000 Euro geschätzt. Gegner warnten vor Gefahren für Jungtiere, Sturmschäden und einem Verlust an Attraktivität. Sie verwiesen auf die Düne, wo sich schwere Tiere unter Absperrungen hindurchdrücken. Wasserseitige Netze nannten Teilnehmer wegen Wellen und Genehmigungsfragen kaum machbar.Ein Antrag, die Robbenzäune zu kaufen und parallel Vergrämung zu prüfen, wurde abgelehnt. Er bekam zwei Ja-Stimmen bei acht Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.