Forschungsschiff untersucht Wracks und Munition in der Deutschen Bucht
Wissenschaftler analysieren vor Helgoland historische Schiffswracks und versenkte Weltkriegsmunition. Durch Korrosion droht das Austreten giftiger Explosivstoffe in die Nordsee.
Das Forschungsschiff "Heincke" untersucht in der Deutschen Bucht historische Schiffswracks sowie im Meer versenkte Weltkriegsmunition. Die Expedition des Alfred-Wegener-Instituts soll Erkenntnisse für eine spätere Bergung liefern und die Auswirkungen freigesetzter Explosivstoffe auf Meereslebewesen untersuchen. Wie die Tagesschau berichtet, liegen die Kriegsschiffe seit mehr als 100 Jahren auf dem Meeresgrund vor Helgoland. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die "SMS Mainz", die im August 1914 westlich von Helgoland sank, und der Panzerkreuzer "Blücher", der im Januar 1915 versenkt wurde. Nach mehr als einem Jahrhundert am Meeresgrund steige das Risiko, dass die Wracks zusammenbrechen, warnte Expeditionsleiter und Biologe Matthias Brenner. Durch Korrosion könnten giftige und krebserregende Explosivstoffe austreten. Die Schadstoffe gefährdeten Meereslebewesen, die Lebensmittelsicherheit und die menschliche Gesundheit.
Einsatz von Unterwasserrobotern und Magnettechnik
Mit Unterwasserrobotern analysieren die Forschenden den Zustand der Wracks. Wasser- und Sedimentproben sollen Aufschluss über die Schadstoffbelastung geben. Zudem untersuchen sie Fische auf mögliche Tumore und Krankheiten.Im weiteren Verlauf der Expedition steuert die "Heincke" sieben Verklappungsgebiete in der Deutschen Bucht an. Dort wurde nach den Weltkriegen Munition im Meer versenkt. Weil die Altlasten teilweise unter Sand verborgen liegen, kartieren die Forschenden die Gebiete mit spezieller Magnettechnik. Die Ergebnisse sollen helfen, die gefährliche Bergung der Munition vorzubereiten.
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Die Helgoländer Gemeindevertretung hat überplanmäßige Ausgaben für die neue Dünenfähre genehmigt. An der fehlenden Vorberatung im Finanzausschuss gab es deutliche Kritik.
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