Raumnot auf Helgoland: Post muss wegen Zoll-Neubau weichen
Auf Helgoland sucht die Post nach einer neuen Bleibe, da ihr bisheriges Gebäude abgerissen wird. Die Gemeinde appelliert an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Kein Platz für die Post? Meine Heringe kommen zum Glück auch ohne Zollstempel an.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Post auf Helgoland braucht neue Räume, da ihr bisheriges Gebäude für einen Neubau des Zolls abgerissen werden soll. Nach Angaben von Bürgermeister Thorsten Pollmann bietet das neue Zollgebäude keine Flächen mehr für die Post. Die Gemeinde will sich nun dafür einsetzen, dass die Post doch noch im Gebäude bleiben kann. Pollmann sagte am 11. August im Hauptausschuss, die Post sei deshalb auf der Suche nach anderen Räumlichkeiten. Dabei gebe es eine Besonderheit: Pakete, die von der Insel verschickt werden, müssen vom Zoll freigegeben werden. Diese Frage müssten die Post und der Zoll aber unter sich klären, so der Bürgermeister.
Antrag im Hauptausschuss zurückgestellt
Anlass der Beratung war ein Antrag der CDU-Fraktion. Sie wollte, dass eine Postfiliale in einem gemeindeeigenen Gebäude eingerichtet wird. Lothar Plumhof trug den Antrag vor. Nach den Erläuterungen des Bürgermeisters zog er ihn zurück. Das Protokoll vermerkt den Punkt als zurückgestellt.
Gespräch mit der Bima geplant
Für September war ein weiteres Gespräch der Verwaltung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz Bima, angesetzt. Dabei sollte es auch um den Zoll-Neubau gehen. Pollmann kündigte an, an die Bima zu appellieren, die Pläne noch zu ändern, damit die Post im Zollgebäude bleiben kann. Ein erstes Gespräch mit der Bima hatte im Juli stattgefunden, bei dem es unter anderem um die unbefriedigende Wohnsituation auf der Insel ging. Das geht aus der Niederschrift der Sitzung des Hauptausschusses vom 11. August 2026 hervor. Wie das Gespräch im September ausging, steht dort nicht.
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