Sorge um Helgoländer Wikkelhäuser: Sanierung und Verfall beschäftigen Ausschuss
Die Wikkelhäuser auf der Düne konnten 2026 nicht vermietet werden und drohen durch Witterungsschäden zu verfallen. Nun berät die Politik über den Werterhalt und Anpassungen beim Preiskonzept.
Schlechter Zustand und fehlende Einnahmen
Die SPD-Fraktion hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht. Nach deren Angaben befinden sich die Häuser in einem schlechten Zustand und müssen dringend renoviert werden. Konkret wurden hochstehende Bretter an den Dächern und abblätternde Farbe genannt, was zu Feuchtigkeitsschäden im Inneren führen könne. Mehrere Ausschussmitglieder betonten, dass jetzt Maßnahmen zum Werterhalt nötig seien, um einen Totalverlust der Objekte zu verhindern.
Wetterfestmachung und personelle Engpässe
Die Verwaltung erläuterte, dass die Häuser erst wieder in Betrieb gehen können, wenn ein gültiger Bebauungsplan für die Düne verabschiedet ist. Ursprünglich war geplant, die Renovierung etwa vier Wochen vor einer möglichen Wiedervermietung zu beginnen. Das für dieses Jahr eingeplante Budget aus der Vermietung konnte die Gemeinde nicht erwirtschaften. Die für Liegenschaften zuständige Abteilung sei zudem personell unterbesetzt.
Unabhängig vom Antrag der SPD war nach Angaben der Verwaltung jedoch schon vorgesehen, dass Mitarbeiter die Häuser im Zuge der Schließung des Campingplatzes wetterfest machen. Der zuständige Mitarbeiter sollte in der Woche nach der Sitzung wieder im Dienst sein und die Arbeiten koordinieren.
Anpassung der Preise erforderlich
Die ausgefallene Vermietung hat auch Folgen für die Preisgestaltung. Ein früherer Beschluss sah eine Preiserhöhung in zwei Stufen für die Jahre 2026 und 2027 vor. Weil 2026 nicht vermietet wurde, muss dieser Beschluss aufgehoben und angepasst werden. Die Vorbereitung sollte bei der Beratung der Preislisten im nichtöffentlichen Teil erfolgen. Einen neuen Beschluss will der Ausschuss in einer der nächsten öffentlichen Sitzungen fassen.