Milliardeninvestitionen für den japanischen Schiffbau
Japan startet die erste Phase eines umfangreichen Förderprogramms zur Modernisierung heimischer Werften. Ziel ist es, den gesunkenen Marktanteil im internationalen Wettbewerb wieder auszubauen.
Milliarden für Werften? Bei uns auf dem Kutter reicht meistens ein Eimer Teer.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Japan hat die erste Phase eines umfangreichen Programms zur Wiederbelebung seines Schiffbaus angekündigt. Durch eine Kombination aus privaten Mitteln und staatlichen Subventionen sollen rund 600 Milliarden Yen in die Modernisierung heimischer Werften fließen. Ziel der Regierung ist es, den weltweiten Marktanteil gegenüber der Konkurrenz wieder deutlich zu steigern. Wie The Maritime Executive berichtet, umfasst das Investitionspaket der ersten Phase umgerechnet rund 3,8 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten sind etwa 1,4 Milliarden US-Dollar an staatlichen Subventionen. Die Mittel sind für die Erweiterung und Modernisierung von Anlagen sowie für die Entwicklung von Schiffstechnologien der nächsten Generation vorgesehen.
Milliardenhilfen für führende Werften
Im Rahmen der Maßnahmen erhält Imabari Shipbuilding zusammen mit der Tadotsu-Werft etwa 114 Milliarden Yen (rund 729 Millionen US-Dollar). An Japan Marine United gehen bis zu 49,4 Milliarden Yen (etwa 316 Millionen US-Dollar). Zudem sicherten sich Namura Shipbuilding und Hakodate Dock gemeinsam bis zu 49,9 Milliarden Yen.
Verdopplung der Produktion bis 2035 angestrebt
Japans Anteil am weltweiten Schiffbau ist angesichts der Konkurrenz aus China und Südkorea auf etwa 9 Prozent gesunken. Mit Gesamtfördermitteln von rund 1 Billion Yen strebt die Regierung an, die heimische Produktion bis zum Jahr 2035 zu verdoppeln.
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