IMO-Verhandlungen über Netto-Null-Rahmenwerk für die Schifffahrt enden ohne Einigung
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.
Fast 1.200 Leute im Raum und am Ende nur heiße Luft. Das kenn ich.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Eine Zwischenarbeitsgruppe der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) mit fast 1.200 Delegierten ist ohne eine Einigung über die Ausgestaltung des Netto-Null-Rahmenwerks für die Schifffahrt zu Ende gegangen. Trotz intensiver Verhandlungen verhinderten gegensätzliche Positionen einzelner Staaten einen Durchbruch. Die Gespräche wurden vertagt und sollen im November vor der Haupttagung wieder aufgenommen werden.
Blockaden und unterschiedliche Vorschläge
Die Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien und andere ölproduzierende Staaten blockierten erneut die Annahme des Rahmenwerks. Sie drängten darauf, bestehende Elemente zu streichen und zusätzliche Kraftstoffpfade aufzunehmen. Ein Antrag Japans, die Preisstruktur durch von Schiffseignern gesteuerte Beiträge zu ersetzen, wurde abgelehnt. Ein chinesisches Belohnungs- und Zahlungssystem stieß hingegen auf breite Unterstützung.
Mehrheit für zentrales Bepreisungssystem
Beobachter schätzen, dass sich etwa zwei Drittel der Staaten hinter ein zentralisiertes Bepreisungs- und Erfassungssystem stellen, wie The Maritime Executive berichtet. Die Beschlüsse zum Lebenszyklus-Rahmen sowie zur Zusammenlegung von Gutschriften wurden vorerst verschoben. Die Arbeitsgruppe tritt am 23. November erneut zusammen, unmittelbar vor der 85. Tagung des Ausschusses für den Schutz der Meeresumwelt (MEPC 85), die vom 30. November bis zum 4. Dezember stattfindet.
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