Containerschiff Helgafell startet Tests mit Wind- und Solaranlage
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Moin! Wenn das Segel nicht passt, stellt man das Windrad eben in den Container.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das 2005 gebaute Containerschiff Helgafell hat See-Erprobungen eines modularen Wind- und Solarsystems begonnen. Die Nachrüstung wurde im Rahmen des EU-geförderten Projekts WHISPER entwickelt. Ziel ist es, den Treibstoffverbrauch von Frachtschiffen durch erneuerbare Energien deutlich zu senken. Die Testfahrten finden auf dem Frachter mit einer Kapazität von 909 TEU statt, der von Skamship im Island-Dienst für Samskip betrieben wird, wie Maritime Executive berichtet. Die Installation der Anlage wurde Ende August abgeschlossen. Über einen Zeitraum von drei Monaten sind nun insgesamt vier Erprobungsfahrten geplant.
Technischer Aufbau des Moduls
Das System nutzt horizontal montierte Turbinen von SideWind, die in umgebauten Frachtcontainern untergebracht sind. Diese werden mit maßgeschneiderten Fotovoltaik-Panels von Solbian auf den Containerdächern kombiniert. Dieser Ansatz wurde speziell für Schiffe entwickelt, die über wenig freie Deckfläche verfügen.
Ziele des WHISPER-Projekts
Das Projekt umfasst 13 Partner und läuft bis Ende 2026. Es strebt Treibstoffeinsparungen von rund 30 Prozent bei nachgerüsteten Massengutfrachtern sowie bis zu 15 Prozent bei Containerschiffen an.
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