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Viele Heinriche und ein August - wo das Deutschlandlied entstand

Berühmtheiten hat Helgoland viele gesehen - gleich mehrere Heinriche, einen Franz und einen August. Ausgerechnet der August aber schrieb hier etwas, das bis heute jeder kennt: das Lied der Deutschen.

Freies Denken auf britischem Boden

Zu Gast waren unter anderem Heinrich Heine, Heinrich von Kleist, der Ornithologe Heinrich Gätke und der Komponist Franz Liszt. Der Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben aber verband seinen Namen für immer mit der Insel. 1840, mitten in der Kleinstaaterei des Deutschen Bundes, hatte er seine "Unpolitischen Lieder" veröffentlicht, in denen er mit der Feudalherrschaft der Fürsten und der Zensur abrechnete. Frei zu denken und zu reden war im Deutschen Bund gefährlich - möglich war es nur im Ausland, etwa auf dem britischen Helgoland.

Ein Lied entsteht

Während seines Urlaubs vom 11. August bis 5. September 1841 quartierte sich Hoffmann im Cassebohmschen Haus im Oberland ein und verbrachte unbeschwerte Tage mit einer Gruppe oppositioneller Hannoveraner. Als diese am 23. August abreisten, fühlte er sich, wie er in seiner Biographie schrieb, "sehr verwaist" - und die Einsamkeit auf der Klippe führte ihm die Feder: "Wenn ich dann so wandelte einsam auf der Klippe, nichts als Meer und Himmel um mich sah, [...] ich musste dichten." So entstand am 26. August 1841 das "Lied der Deutschen".

Schon am 28. August kam sein Hamburger Verleger Julius Campe gemeinsam mit dem Stuttgarter Buchhändler Paul Neff auf die Insel und kaufte das Lied für vier Louisdor. Seine dritte Strophe - "Einigkeit und Recht und Freiheit" - ist heute die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 15/2025

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