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De Halunder Drach - die Helgoländer Tracht

Der leuchtend rote Rock, der gelbe Saum und eine überbordende Farbenpracht: Die Helgoländer Tracht ist ein Stück lebendige Inselkultur - und hinter ihrer Farbigkeit steckt ein handfester, praktischer Grund.

Paik und Pakkloorn

Die Frauentracht heißt "Paik", die eher unauffällige Männertracht "Pakkloorn". Über die Jahrhunderte hat sich die Tracht vielfach gewandelt, doch der rote Rock, der gelbe Saum ("de Snuur", der verhindert, dass sich der Baumwollstoff mit Wasser vollsaugt) und die Farbenpracht sind geblieben. Dokumentiert ist ihr Werdegang seit etwa 1649; da nur wenige Stücke die Weltkriege überstanden, stellten die Helgoländer ihre Trachten aus schriftlichen und mündlichen Überlieferungen wieder her.

Farben mit praktischem Hintergrund

Die Farbigkeit hatte einen nüchternen Grund: Der Fischer besorgte den Stoff auf dem Festland, nachdem er dort seinen Fang verkauft hatte - welchen er mitbrachte, hing vom Geldbeutel und vom Angebot im Geschäft ab. Beim Paik ist bis heute wichtig, dass er traditionell in sieben Falten gelegt wird, symbolisch für die sieben Weltmeere. Schmuck wird nur dezent getragen: das reich verzierte "Hartjen" (Herzchen) am Hals- oder Brusttuch, dessen kleine Anhänger - Fische, Schiffchen oder Lotsenzeichen - die Berufe der Familie zeigen und so ein Stück Familiengeschichte erzählen.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 47/2024

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