KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →
Die Helgoländer Dampferbörte - Geschichte, Wandel und ihre Kapitäne
Die Dampferbörte ist eine Helgoländer Institution: Aus der Not des 19. Jahrhunderts geboren, brachte sie über Generationen die Gäste von den Schiffen an Land. Ihr Name, ihr Wandel und ihre Kapitäne erzählen ein Stück Inselgeschichte.
Wie die Börte zu ihrem Namen kam
Mit dem Ende der Kontinentalsperre 1813/14 brach der einträgliche Schmuggel schlagartig zusammen. Die Besatzungen von einst mehr als 800 Booten standen vor dem Nichts, die alte Kaserne "Langer Jammer" wurde zum Armenhaus, und die Einwohnerzahl sank von über 3.300 auf rund 1.030. Die Gründung des Seebades 1826 eröffnete eine neue Einnahmequelle: Die Helgoländer ruderten die Gäste mit Schaluppen zu den auf Reede liegenden Dampfern und trugen sie durch das hüfthohe Wasser an Land. Bezahlt wurde auf Anteil, und per Los entschied sich, wer mitfahren durfte - "med uun 'e Beert", also in der Börte sein. Daher rührt der Name.
Wandel und Herausforderungen
Zwischen Mitte der 1970er- und den 1990er-Jahren sanken die Fahrgastzahlen von über 700.000 auf knapp 500.000. Ab 1997 kamen schnelle Katamarane hinzu, die ohne Ausbooten direkt den Hafen ansteuerten; Versuche, auch diese Schiffe auszubooten, scheiterten. Weil der Verdienst der auf Anteil bezahlten "Börtejungs" immer weiter sank, sorgte um die Jahrtausendwende der politische Wille dafür, dass die Eigner Charterverträge mit festem Betrag erhielten und die Mannschaften bei der Gemeinde fest angestellt wurden. Heute gehört auch die Dünenfähre zur Börte.
Die Brückenkapitäne
An der Spitze steht der Brückenkapitän, der für die gesamte Börte verantwortlich ist - von der Planung der Dünenfähre über den Shuttledienst bis zur Wartung von bis zu 30 Booten und der Führung von bis zu 120 Leuten. Bislang haben 13 Brückenkapitäne, allesamt gebürtige Helgoländer, dieses Amt versehen. Die längste Dienstzeit hatte Erich "Nummel" Krüss von 1969 bis 1994; im Börte-Bureau auf der Landungsbrücke, dem "Nummel Tower", werden die verstorbenen Kapitäne mit einem Portrait geehrt.
Quellen:
- Iip Lun, Ausgaben 38/2024, 40/2024 und 41/2024