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Straßennamen? Straßennamen! Helgolands eigenwillige Wege

Viele Wege und Gassen Helgolands tragen die Namen berühmter Persönlichkeiten - doch etliche fallen völlig aus der Reihe. Hinter Namen wie "Bi de Spukkerbuud" oder "Bop Stak" stecken kleine Geschichten und praktische Ortsbeschreibungen.

Namen mit Bedeutung

Manche Straßen ehren Persönlichkeiten - etwa die J.-A.-Siemens-Terrasse nach dem Seebadgründer Jacob Andresen Siemens oder die Mellinstraße nach Georg Andreas Elias Mellin, der um 1830 die Inselapotheke betrieb. Viele Helgoländische Namen beschreiben aber schlicht, wo ein Weg (Wai) oder eine Gasse (Goat) liegt. "Bop de Kark" bedeutet "Oberhalb der Kirche" - und liegt genau dort. "Bop Stak" verweist auf einen frühereren Lattenzaun ("Stak"), der das weidende Vieh vom Ort fernhielt, und "Bi de Boak" auf die "Boak", den alten gemauerten Leuchtturm, der hier von 1630 bis 1808 mit einem Kohlefeuer brannte.

Von Spukbuden und Strandschnecken

Einen der lustigeren Namen trägt "Bi de Spukkerbuud" im Unterland: Hier soll ein Haus gestanden haben, in dem es angeblich spukte - wer dort wohnte, sagte einfach "bi de Spukkerbuud", und jeder wusste Bescheid. Andere Namen stammen aus der Tierwelt: "Dogger Goat" vom Tordalk, "Happot Wai" vom Seehasen, "Hölker Goat" von den kleinen schwarzen Strandschnecken und "Koksen Goat" von den Wellhornschnecken. "Iip de Swart" wiederum meint einen Brunnen ("Swart"), "Om Was" das westliche Ende der alten Bebauung, und der "Ool Komeedi Wai" erinnert an das alte Theater, das hier einst stand.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 04/2024

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