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Sand, Sand und nochmal Sand - die Geschichte der Düne
Die Düne, auf Helgoländisch "Hallem", war einst mit der Hauptinsel verbunden. Ihre Geschichte reicht vom mittelalterlichen Kupferbergbau bis zu einer Sturmflut, die sie in einer einzigen Nacht endgültig abtrennte.
Kupfer und Kalk
Die Geschichte der Düne beginnt im 11. und 12. Jahrhundert mit dem Abbau von Kupfererz. Beleg dafür sind Rohkupferscheiben, die der Geologe Dr. H. Schulz von der Universität Kiel in den 1970er-Jahren beim Hafenmeister Stühmer entdeckte; eine Vergleichsanalyse bewies ihre Herkunft von Helgoland, eingeschlossene Holzkohle datiert die Verhüttung auf die Zeit zwischen 1140 und 1340. Gefunden wurden sie im südlichen Riffbogen, dem Schülver-Riff, das damals trockenes Land war. Neben Kupfer baute man auch Kalk ab: Das Felsplateau Witte Kliff aus Kreide und Muschelkalk lieferte ab Mitte des 15. Jahrhunderts Gips und Kalk.
Die Geburt der Düne
Alte Karten zeigen die Düne noch mit Helgoland verbunden und etwa gleich hoch. Doch der Historiker Martin Krieger von der Universität Kiel geht davon aus, dass das Witte Kliff schon Anfang des 18. Jahrhunderts nur noch die Größe eines Heuschobers hatte. Bei einer Sturmflut am 1. November 1711 wurde sein letzter Rest fortgespült, und in der Neujahrsnacht 1720/21 durchbrach ein schwerer Nordweststurm die Verbindung endgültig - die Düne war geboren. Bis 1890 verschwand sie fast vollständig; nur ein schmaler Streifen blieb übrig. Erst die Vorbereitungen zum Marineprojekt "Hummerschere" bescherten ihr ab 1935 eine gewaltige Sandaufschüttung samt Flugplatz.
Quellen:
- Iip Lun, Ausgabe 22/2024