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Rausfahren, wenn andere reinkommen - 160 Jahre DGzRS

Seit 160 Jahren fahren die Seenotretter hinaus, wenn Menschen auf Nord- und Ostsee in Gefahr geraten - bei jedem Wetter, rund um die Uhr, finanziert allein durch Spenden. Auf Helgoland liegt mit der "Hermann Marwede" der größte ihrer Kreuzer.

Ein Werk aus vielen Vereinen

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zählt rund 1.000 Seenotretter, davon etwa 800 Freiwillige, und ist mit 60 Kreuzern und Booten auf 54 Stationen zwischen Borkum und Ueckermünde einsatzbereit. Als Träger des maritimen Such- und Rettungsdienstes betreibt sie in Bremen die deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre, das alle Maßnahmen koordiniert und die Notfunkfrequenzen überwacht.

Der Weg dorthin war lang. Mitte des 19. Jahrhunderts gerieten allein vor den deutschen Nordseeinseln jährlich mehr als 50 Schiffe in Seenot; mangelnde Organisation und das teils noch geltende Strandrecht erschwerten die Rettung. 1860 forderten der Vegesacker Navigationslehrer Adolph Bermpohl und der Advokat Carl Kuhlmay in einem Appell die Gründung eines rein spendenfinanzierten Seenotrettungswerks. Mit dem Bremer Redakteur Arwed Emminghaus und dem Emder Oberzollinspektor Georg Breusing fanden sie Mitstreiter.

Gründung 1865

Unter Breusings Führung entstand 1861 in Emden der erste regionale Rettungsverein. Weitere folgten, bis sich die einzelnen Vereine am 29. Mai 1865 in Kiel zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zusammenschlossen - ein einheitliches, unabhängiges Seenotrettungswerk war geboren. Heute fährt die DGzRS Jahr für Jahr rund 2.000 Einsätze für Seeleute, Fischerei, Fährpassagiere und Feriengäste gleichermaßen.

Quellen:

  • DGzRS - Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
  • Iip Lun, Ausgabe 10/2025

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