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Eine Insel mit vielen Namen - woher Helgoland seinen Namen hat

Woher hat die Insel mitten in der Nordsee ihren Namen? Eine einfache Antwort gibt es nicht - denn Helgoland trug im Laufe der Jahrhunderte viele Namen, von "Abalus" über "Forsetes-Land" bis zum heutigen "Helgoland".

Von Abalus zum Forsetes-Land

Der griechische Entdecker Pytheas erwähnte um 325 v. Chr. im Mündungsgebiet der Elbe eine Insel, die er "Abalus" nannte; sein Reisebericht ist zwar verloren, doch die überlieferte Beschreibung - bekannt aus Zitaten etwa bei Plinius dem Älteren - deutet auf Helgoland. Einen ersten Namenshinweis liefert das Jahr 689: Der Friesenkönig Radbod floh vor dem Frankenherrscher Pippin dem Mittleren auf eine Insel namens "Forsetes-Land". Der Name leitet sich vom nordischen Gott Forseti ab, dem zu Ehren hier ein Zentralheiligtum der Friesen stand. Um 800 berichtet Alkuin, der Berater Karls des Großen, von den vergeblichen Versuchen Willibrords, die Helgoländer zu christianisieren - er nannte die Insel "Heiligland".

Wie "Helgoland" entstand

Bis ins 16. Jahrhundert trug die Insel je nach Sprache und Verfasser die verschiedensten Namen. 1543/44 stellte der Amsterdamer Kartograph Cornelius Anthonisz "Heiliglant" auf der ältesten gedruckten Seekarte Nordeuropas dar. Mit dem wachsenden Handel von Seekarten vereinheitlichten sich die Bezeichnungen zu "Heiligland" und der englischen Form "Heligoland". Die Variante "Helgoland" soll von Gelehrten stammen, die die nordfriesische Form "Helgeland" latinisierten und darin den Edda-Helden Helgi Hundingsbani erkannten. Eine andere These des Sprachforschers Theodor Siebs von 1909 führt den Namen auf die Selbstbezeichnung der Helgoländer als Halunder und die Bedeutung "hohes Land" zurück.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 13/2024

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