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Die Geschichte vom PI - wie Helgoland nach Pinneberg kam

Wer ein Helgoländer Kraftfahrzeug sieht, entdeckt darauf das Kürzel "PI" - für den Kreis Pinneberg. Dass die Hochseeinsel ausgerechnet zu diesem festlandnahen Kreis bei Hamburg gehört, ist das Ergebnis einer verzwickten Verwaltungsgeschichte.

Eine Insel sucht ihren Kreis

In ihrer über 1.400-jährigen Geschichte gehörte Helgoland mal zum Herzogtum Schleswig, mal zu Dänemark, mal als Kronkolonie zur britischen Krone. Nach der Übergabe an das Deutsche Reich 1890 kam die Insel zunächst zum Kreis Süderdithmarschen und wurde später sogar ein eigener Landkreis. Als sich 1930/31 eine Verwaltungsreform abzeichnete, beschloss die Gemeindevertretung am 26. Januar 1931, den kleinen Landkreis Helgoland aufzulösen und die Insel dem am schnellsten erreichbaren Festlandkreis anzugliedern.

Die Lösung: Pinneberg

Mehrere Optionen lagen auf dem Tisch - vom Kreis Hadeln bei Stade bis zu einer Verwaltung in Personalunion durch einen benachbarten Landrat. Auf Anraten der Regierungsräte Dr. Schifferer und Mattray betraute die Staatsregierung 1931 den Pinneberger Landrat Gustav Niendorf nebenamtlich mit der Verwaltung Helgolands. Die Begründung leuchtete ein: Der Kreis Pinneberg lag nahe Hamburg, von wo die HAPAG-Dampfer im Sommer täglich nach Helgoland ablegten. Die Personalunion bewährte sich, und so wurde der Kreis Helgoland am 1. Oktober 1932 aufgelöst und die Insel als Gemeinde in den Kreis Pinneberg eingegliedert - wo sie bis heute geblieben ist.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 15/2024

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