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Der Friedhof der Namenlosen auf der Düne

Neben Kegelrobben, Flugplatz und Zeltplätzen birgt die Düne einen stillen, besonderen Ort: den "Friedhof der Namenlosen". Hier finden seit Generationen jene ihre letzte Ruhe, die die Nordsee an den Strand trug.

Ein Friedhof für die Heimatlosen

Seit wann es den Friedhof gibt, ist unbekannt; alte Postkarten belegen ihn schon Mitte des 19. Jahrhunderts als "Friedhof der Heimatlosen" östlich des Dünenrestaurants. Vor dem Zweiten Weltkrieg standen hier mehr als 20 Kreuze, die meisten für angeschwemmte Tote. Der verheerende Angriff der Royal Air Force am 18. April 1947 zerstörte auch die Düne, sodass bei der Rückkehr der Helgoländer 1952 nur noch Trümmer zu finden waren. Der damalige Betriebsleiter der Düne, Hans-Peter "Haschi" Holtmann, legte den Friedhof danach als Hain neu an.

Steine der Erinnerung

Heute reihen sich hier mehrere Gedenksteine: einer der Seenotretter für die Besatzung des Kreuzers "Adolf Bermpohl", die 1967 in einem Orkan ertrank, einer für die Toten der Seeschlacht von 1864 unter Admiral Wilhelm von Tegetthoff - der letzten Seeschlacht mit Holzschiffen - sowie seit 1968 ein Stein des Deutschen Marinebundes. Über allen steht ein großer Gedenkstein mit einem Gedicht, das beginnt: "Ihr Namenlosen im weißen Sand, den Nordseewogen umbranden, wie kamt ihr hier an diesen Strand, aus welchen fernen Landen." In der Nähe hängt die erste Helgoland-Glocke, die 1952 als Gedenkgabe auf die Insel kam; ihr Turm bestand einst aus angeschwemmtem Spantenholz havarierter Segelschiffe.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 37/2025

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