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De Bräi - die Landungsbrücke Helgolands
Heute legen Katamarane und Seebäderschiffe bequem an der Landungsbrücke an - doch das war nicht immer so. Ihre Geschichte ist eng mit der Geburt des Seebades und den ersten Dampfschiffen verbunden.
Als Gäste huckepack an Land kamen
Nach dem Ende der Kontinentalsperre 1813 ging es Helgoland wirtschaftlich schlecht, und man suchte neue Einnahmequellen. Jacob Andresen Siemens gründete am 19. Februar 1826 die Badeanstalt als Aktiengesellschaft. Anfangs kamen nur rund 100 Gäste, doch die Zahl stieg - zumal die Reederei um Paul van Vlissingen das Seebad als lukrative Linie entdeckte und 1829 mit der "Beurs van Amsterdam" das erste Dampfschiff nach Helgoland steuerte. Weil es noch keine Landungsbrücke gab, trugen die Helgoländer Fischer die Gäste huckepack aus den Booten an Land.
Von der hölzernen Bräi zur festen Anlage
Mit dem regelmäßigen Schiffsverkehr ab 1834 - die Überfahrt von Hamburg dauerte damals 14 Stunden - stiegen die Gästezahlen weiter. Um das An- und Ausbooten sicher abzuwickeln, wurde 1869 die erste Landungsbrücke gebaut: eine hölzerne "Bräi" von rund 120 Metern Länge, deutlich kürzer als die heutige. Bis zur Übergabe an das Kaiserreich 1890 zählte man bereits 12.732 Gäste. Eine schwere Sturmflut zerstörte die Brücke 1905 größtenteils; sie wurde erneut in Holz aufgebaut. Als 1906 weitere Schiffe wie das Turbinenschiff "Kaiser" hinzukamen, begann man schließlich mit ihrer Verlängerung.
Quellen:
- Iip Lun, Ausgabe 21/2024