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Bliis, Boak en en Lampentoorn - die Leuchtfeuer Helgolands

Der rote, viereckige Leuchtturm im Oberland ist ein Wahrzeichen Helgolands - doch er ist nur der jüngste in einer langen Reihe von Leuchtfeuern, die bis ins Jahr 1630 zurückreicht.

Vom Flakturm zum Wahrzeichen

Der heutige Leuchtturm steht seit 1941 - ursprünglich jedoch als Flakleitstand, ganz ohne Leuchtfeuer. Erst nach der Wiederfreigabe der Insel nahm man am 24. Mai 1952 ein provisorisches Feuer in Betrieb. 1964 wurde der Turm erhöht; während der dreimonatigen Bauarbeiten übernahm eine sechs Meter hohe Gitterbake nahe dem Gipfelkreuz das Blitzfeuer. Umbauten in den Jahren 1982 bis 1984 gaben dem Turm schließlich sein heute vertrautes Aussehen.

Von der Feuerblüse zum Steinturm

Schon 1630 gab es ein Seezeichen auf der Insel. Die Planungen begannen 1626 mit einer Vollmacht für Willem van Hoven, der über eine "voll leuchtende Feuerbake" verhandeln sollte. Die erste Feuerblüse (Bliis) von 1630 glich einer großen Schüssel voller Kohle auf vier Stelzen. Die Helgoländer waren nicht begeistert - sie bangten um ihr Einkommen durch gestrandete Schiffe -, und schon 1637 erlosch das Feuer. Auf Drängen Hamburgs, das die Kosten trug, folgte 1679 eine zweite, vierkantige Feuerblüse, zuletzt mit Kerzen betrieben.

Ab 1811 leuchtete der "Englische Leuchtturm", ein 18 Meter hoher Steinturm mit gläserner Laterne. Nach der Übergabe an das Deutsche Reich wurde am 10. Juni 1902 ein neuer, 36 Meter hoher Turm aus gelben Ziegeln mit einem Schnellblitzfeuer von 23 Seemeilen Reichweite eingeweiht; 1922 erhielt er die Helgoländer Farben Rot und Weiß mit grüner Laterne. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, leuchtet das heutige Feuer auf den Überresten des alten Flakturms weiter.

Quellen:

  • Iip Lun, Ausgabe 14/2024

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