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13, 200, 660 - die Post auf Helgoland heute
Ein gelber Helm, eine rote Schwimmweste und die Zahlen 13, 200 und 660: Hinter diesen Rätseln verbirgt sich der ganz besondere Alltag der Post auf Helgoland - einer der ungewöhnlichsten Zustellbezirke Deutschlands.
Post per Schiff
Weil die Insel rund 60 Kilometer vor der Küste liegt, kommt die Post per Schiff - erkennbar an der gelben Flagge mit dem Posthorn, der MS "Helgoland". Kaum hat sie festgemacht, heben Kräne die großen gelben Seesäcke auf die Anhänger der Post-Elektrokarre, unterstützt vom Postboten mit gelbem Helm und roter Schwimmweste - der Arbeitskleidung am Südhafen. Pro Woche erreichen im Schnitt rund 1.670 Pakete und 7.000 Briefe die Insel. In der Pandemiezeit waren es bis zu 4,5 Tonnen pro Tag.
660 Postfächer für 1.300 Menschen
Obwohl auf Helgoland nur etwa 1.300 Menschen wohnen, gibt es 13 Postleitzahlen und 660 Postfächer - im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine der größten Postfachanlagen bundesweit. Rund 200 Haushalte ohne Fach bekommen ihre Post an die Haustür gebracht. Die Briefe werden auf der Insel noch von Hand sortiert und in die Fächer verteilt; ist die Arbeit getan, leuchtet eine kleine Leuchtstoffröhre im Verteilzentrum auf. So lösen sich die Zahlen 13, 200 und 660 ganz praktisch auf - als Kennziffern eines Postbetriebs, wie es ihn nur auf einer Hochseeinsel gibt.
Quellen:
- Iip Lun, Ausgabe 26/2024