Am Wasser wohnen und flexibel anbauen? Hauptsache, die Bude bleibt auch bei Sturm dicht.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Im Werftquartierhaus in Bremerhaven sind studentische Arbeiten mit Entwürfen für klimaneutrale Wohngebäude zu sehen. Die Arbeiten entstanden in einer Kooperation mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (Stäwog) sowie der BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven. Geleitet wurde das Projekt an der Hochschule Bochum von Professor Volker Huckemann. Die Studierenden hatten die Aufgabe, klimaneutrale Wohngebäude zu planen. Zu den Anforderungen gehörte es, die Umweltbelastung durch den Bau zu bilanzieren und den künftigen Energiebedarf zu kalkulieren. Zudem mussten ein Energieversorgungskonzept vorgelegt und die Kriterien des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“ nachgewiesen werden. Huckemann lehrt an der Hochschule Bochum Bauphysik und energieeffizientes Bauen, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Promenade, flexible Grundrisse und Bezug zur Industrie
Nora Thurow sieht in ihrem Entwurf eine breite Promenade an der Wasserkante vor. Neben geschützten Rückzugsbereichen für die Bewohner ermöglichen die Grundrisse verschiedene Wohnformen sowie Ausblicke auf das Wasser. Die Hochschule zeichnete Thurows Arbeit als beste Abschlussarbeit des Sommersemesters aus. Zudem ist der Entwurf für den Masters-Preis des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten in Aachen nominiert.Einen anderen Schwerpunkt setzt Catharina Metzlaw, die die Spitze der Halbinsel für möglichst viele Menschen zugänglich machen möchte. Vorgesehen ist ein großer Laden im Erdgeschoss, der Quartiersbewohner für den täglichen Einkauf anziehen soll. Die Wohnungsgrößen sind variabel angelegt: Durch das Zuschlagen einzelner Zimmer zur Nachbarwohnung kann eine Einheit wachsen, während sich die andere verkleinert.
Gestaltungsideen und Öffnungszeiten
An die industrielle Historie des Geländes knüpft der Entwurf von Dmitrij Tutaev an. Er ordnet die Wohnungen um ein langgestrecktes Atrium an, wobei der Bau in Gestalt und Proportionen an die frühere Montagehalle erinnert. Für Straßenkunst integriert Tutaev zudem eine Fläche für Graffiti.„Insgesamt sollen die drei Arbeiten das Spektrum unterschiedlicher Ansätze in der Bearbeitung aufzeigen“, erklärt Huckemann. Die Ausstellung im Werftquartierhaus, Am Schaufenster 5, ist montags von 12 bis 16.30 Uhr sowie mittwochs von 12.30 bis 16.30 Uhr für Besucher geöffnet.
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