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Konstituierende Sitzung in Schiffdorf: Debatten um Mandate und Stellvertreter

Bei der ersten Sitzung des neuen Schiffdorfer Gemeinderates prägten Debatten über Neuauszählungen und Postenvergaben das Treffen. Nach fast vier Stunden verzichteten die Ratsmitglieder auf ein gemeinsames Foto.

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Vier Stunden Sitzung und kein Foto? Das ist echtes Schietwetter im Rat. — Rocky, Chefkolumnist
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Der neu konstituierte Gemeinderat von Schiffdorf ist zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten, in der intensiv um Ämter, Ausschusssitze und Wahlergebnisse gerungen wurde. Am Ende der fast vierstündigen Veranstaltung verzichteten die 27 Ratsmitglieder auf ein gemeinsames Foto. Nach den jüngsten Kommunalwahlen setzt sich das Gremium aus Politikern von CDU, SPD, Grünen, Freien Bürgern sowie der AfD zusammen.
Zu Beginn der Sitzung richtete Alterspräsident Ralf Wolter (SPD) einen Appell an das Gremium. Im Rat habe es immer ein gutes Miteinander gegeben; er erinnerte daran, dass es zwar harte Auseinandersetzungen gegeben habe, aber „niemals gab es Attacken unter der Gürtellinie“. Mit Blick auf frühere Debatten um die Schullandschaft und die Schließung der Wehdeler Schule äußerte er die Hoffnung auf ein besseres Miteinander in dieser Wahlperiode. Dennoch wurde in der Sitzung heftig um Ämter, Ausschusssitze und Ratsmandate gerungen, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.<2h>Streit um eine erneute AuszählungEin zentraler Streitpunkt war der Einspruch gegen das Wahlergebnis von Geestenseths Ortsbürgermeister Jörg Rohde (Freie Bürger). Er hatte den Einzug in den Gemeinderat verpasst und verwies darauf, dass er bei der Ortsratswahl 191 Stimmen und seine Partei 27 erhalten habe, während es bei der Gemeinderatswahl umgekehrt 32 Stimmen für ihn und 140 für seine Partei gewesen seien. CDU-Fraktionschef Dr. Denis Ugurcu befürwortete eine Nachzählung mit den Worten: „Es ist der Demokratie nicht abträglich, wenn wir nachzählen. Auch um einer möglichen Legendenbildung entgegenzuwirken.“ Unterstützung kam von Grünen-Ratsmitglied Dr. Wilken von Appen sowie Freie-Bürger-Fraktionschef Claas Holler, der erklärte: „Nachschauen ist an dieser Stelle die richtige Lösung.“ Die SPD lehnte dies ab; Sandra Thun sagte: „Die Zahlen allein beweisen nichts“, und ergänzte: „Für uns ist entscheidend, ob ein konkreter Fehler genannt wird, bloße Vermutungen genügen nicht, um die Wahl noch mal neu auszuzählen.“ Die politische Mehrheit setzte eine erneute Auszählung in Geestenseth schließlich durch.

Wahl der stellvertretenden Bürgermeister

Auch die Vergabe der stellvertretenden Bürgermeisterämter sorgte für Diskussionen. Der Rat stockte die Zahl der Vertretungsstellen auf Vorschlag der SPD vorsorglich von drei auf vier auf, lehnte den Wunsch der Freien Bürger nach fünf Posten jedoch ab. Deren Kandidat Fredo Tiedemann beantragte vergeblich eine geheime Wahl und ging bei der Verteilung leer aus. Künftig werden Dr. Denis Ugurcu, Thorsten Ohlandt (beide CDU), Sandra Thun und Hartmut Drechsler (beide SPD) Bürgermeister Henrik Wärner (CDU) bei repräsentativen Aufgaben ehrenamtlich vertreten.Das Ratsgremium besteht aktuell aus 27 Mitgliedern, darunter 26 Kommunalpolitiker sowie Bürgermeister Henrik Wärner. Die AfD hatte bei der Wahl zwar fünf Sitze erobert, konnte mangels Kandidaten jedoch nur einen Sitz besetzen. Größte Fraktion im Rat ist die CDU mit 11 Sitzen, gefolgt von der SPD mit 6 Sitzen sowie den Grünen und den Freien Bürgern mit jeweils 4 Sitzen.

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