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Sturmhochwasser in St. Peter-Ording: Höhere Sturmflut für die Nacht zum Montag erwartet

Ein erstes Sturmhochwasser hat in St. Peter-Ording die Pfahlbauten erreicht. Für die Nacht zu Montag rechnen Meteorologen mit einer noch deutlich höheren Sturmflut.

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Mütze festbinden und weitergehen, das nennt der Norddeutsche eine etwas frischere Brise. — Rocky, Chefkolumnist
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In St. Peter-Ording hat das erste Sturmhochwasser am Samstagmittag die Pfahlbauten am Strand erreicht. Während Kiter und Spaziergänger an der Küste unterwegs waren und der Tourismusservice Vorsichtsmaßnahmen traf, stellen sich die Meteorologen für die Nacht zu Montag auf eine noch deutlich höhere Sturmflut ein.

Das erste Sturmhochwasser in St. Peter-Ording hat am Samstag gegen 12 Uhr seinen Höchststand erreicht. Das Wasser stand rund einen Meter über dem mittleren Hochwasser. Mehrere Pfahlbauten am Strand standen im Wasser, darunter das Restaurant Silbermöwe, während die Wellen gegen die Holzkonstruktionen schlugen. Wie die shz berichtet, waren die Bedingungen für Kiter bei Windstärken von 15 bis 20 Knoten und Schauerböen von 35 bis 40 Knoten optimal, sodass sie über das Wasser jagten und meterhoch in die Luft sprangen.

Unterschiedliche Stimmen unter den Wassersportlern

Kiter Manuel Müller äußerte sich zu den Windverhältnissen: „Sonst müssen wir gleich einen kleineren Drachen nehmen, wenn es noch mehr wird. Aber das passt“. Sollte der Wind weiter zulegen, gebe es Grenzen: „Dann müssen wir raus.“ Für den Sonntag traf er bereits eine Entscheidung: „Morgen geht es nicht raus. Morgen ist zu gefährlich, das ist mir dann zu viel.“ Kiter Jan Petersen sah die Situation gelassener und merkte an, dass der Sturm erst am Sonntag komme: „Das wäre gut.“

Die zwei Wellenreiterinnen Wiebke Hansen und Daniela Drescher kamen hingegen enttäuscht mit ihren Boards aus dem Wasser, da ihnen die Wellen zu niedrig waren. „Kein Druck, zu niedrig, zu flach“, sagte Drescher. Hansen hofft auf den folgenden Tag: „Morgen ist es wahrscheinlich mehr, da wird der Wind ja stärkere sein.“ Ein richtiger Sturm sei das noch nicht. Drescher schilderte ihre Vorliebe für die kältere Jahreszeit: „Da haben wir die besten Bedingungen. Aber das macht Spaß. Es ist ein riesiges Gefühl von Freiheit.“

Sicherheitsmaßnahmen und Ausblick auf die Sturmlage

Während einige Mutige sich in Badekleidung ins Wasser wagten und Spaziergänger in Regenjacken zuschauten, nutzte der Tourismusservice die Zeit vor dem nächsten Anstieg. Mitarbeiter räumten Holzkonstruktionen von den Podesten für Strandkörbe und luden sie auf einen Traktor, um Schäden zu vermeiden.

In der Nacht zu Sonntag wird ein stärkere Sturm erwartet. Für die Nacht zu Montag rechnen die Vorhersagen mit einer Sturmflut, bei der das Wasser rund zwei Meter über dem mittleren Hochwasser auflaufen soll – doppelt so hoch wie am Samstagmittag.

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