Sturmgefahr in Husum: Spenden-Eisbaden am Dockkoog abgesagt
Wegen eines erwarteten Herbststurms müssen die Husumer Eisbader ihre Spendenaktion am Dockkoog verschieben. Die Aktion zugunsten der Husumer Tafel wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Das geplante Eisbaden der Husumer Eisbader am Dockkoog am Sonntag, 25. Oktober, ist wegen eines erwarteten Herbststurms abgesagt worden. Die Veranstaltung sollte Spenden für einen Defibrillator der Husumer Tafel sammeln. Wie die shz berichtet, soll die Spendenaktion zu einem späteren Datum nachgeholt werden.
Eigentlich hätten am Sonntag, 25. Oktober, ab 12.30 Uhr am Dockkoog in Husum die bunten Mützen der Husumer Eisbader aus der Nordsee leuchten sollen. Mit jedem Teilnehmer sollte Geld für einen Defibrillator der Husumer Tafel zusammenkommen. Wegen des Sturms, der für diesen Tag erwartet wird, haben die Organisatoren das Eisbaden jedoch abgesagt. Seit Freitag, 23. Oktober, haben die Eisbader das Wetter im Auge. „Da wir nicht genau wissen, wie sich der Sturm am Sonntag entwickeln wird, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, das Eisbaden abszusagen“, sagt Initiatorin Janin Freiberg. Auch die DLRG Husum, die die Aktion ehrenamtlich unterstützt, sah das so.
Für Freiberg geht Sicherheit unbedingt vor, und am Ufer gibt es dabei einen heiklen Punkt. „Es könnte sein, dass das Geländer, an dem man sich beim Gang in die Nordsee festhalten kann, bei hohem Wasserstand nicht mehr zu erreichen ist. Das könnte für die Teilnehmer gefährlich werden.“ Schließlich wären nicht nur abgehärtete Winterschwimmer ins Wasser gestiegen, auch Kinder und sogar Rollstuhlfahrer wären dabei gewesen. Dass es ausgerechnet diesen Termin trifft, ist doppelt ärgerlich: Weil an der Badestelle gebaut wird, wäre es das letzte Eisbaden der Reihe in Husum gewesen. Alle weiteren Spendenbäder finden in Schwabstedt an der Treene statt. Leer ausgehen wird die Husumer Tafel trotzdem nicht. Das Spendenbaden wird nachgeholt, nur das Datum steht noch nicht fest.
Sicherheitsgründe und Ablauf der Spendenreihe
Das Prinzip der Reihe ist einfach: Von Oktober bis Februar laden die Husumer Eisbader zusammen mit der DLRG Husum einmal im Monat zum Eisbaden ein, jedes Mal zugunsten einer anderen gemeinnützigen Organisation. Mitmachen ist kostenlos. Sponsoren spenden pro Teilnehmer einen frei gewählten Betrag oder geben eine feste Summe, und das Geld fließt vollständig an den jeweiligen Empfänger.
Wie ernst Freiberg es mit der Vorsicht meint, zeigt ihr wichtigster Rat an Neulinge: Ein Eisbad sollte niemand allein wagen. Sie selbst hat das Winterbaden vor rund zehn Jahren für sich entdeckt und stieg lange ohne Begleitung ins Wasser, Freunde passten vom Ufer aus auf. Im Oktober 2024 fragte sie dann bei Instagram: „Wer ist denn genauso verrückt und schwimmt das ganze Jahr in der Nordsee?“ Anfang des Jahres zählte die Gruppe schon rund 20 Mitglieder, die älteste Schwimmerin war damals 83.
Weitere Termine in Schwabstedt
Was sie an der Kälte reizt, hat Freiberg im Januar so beschrieben: Das Eisbaden habe etwas Meditatives. „Der Kopf fokussiert sich dann nur darauf.“ Eine Temperatur, bei der Schluss ist, gibt es für Janin Freiberg übrigens nicht. „Für mich nicht“, hat sie auf die Frage nach einer Grenze geantwortet. Selbst bei Wassertemperaturen unter null Grad war sie schon baden. Gegen einen ausgewachsenen Sturm kommt allerdings auch die beste Abhärtung nicht an. Für die Husumer Tafel wird in jedem Fall noch gebadet, und wie kalt es bis dahin ist, dürfte Freiberg herzlich egal sein.
Zu diesen Spendenbädern laden die Husumer Eisbader gemeinsam mit der DLRG Husum in Schwabstedt an der Treene ein. Die Teilnahme ist kostenlos:
Sonntag, 8. November, 12.30 Uhr: Ambulanter Hospizdienst Husum
Sonntag, 6. Dezember, 11.30 Uhr: Alzheimer Gesellschaft Nordfriesland
Sonntag, 24. Januar 2027: Kinderrutsche für das Schwimmbad Ostenfeld
Sonntag, 21. Februar 2027: neue Tauchgeräte für die DLRG Husum