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Herausforderung für Schenefelds Baumbestand: Dürre und Platzmangel erschweren Neupflanzungen

Trockene Sommer und fehlender Raum im Untergrund machen Schenefeld bei der Pflege und Neupflanzung von Stadtbäumen zu schaffen. Stadtverwaltung und Naturschützer suchen nach Lösungen für den gefährdeten Baumbestand.

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Palmen in Schenefeld? Moin, dann bestell ich schon mal die Badehose. — Rocky, Chefkolumnist
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In der Stadt Schenefeld im Kreis Pinneberg stehen die rund 4000 Straßenbäume vor erheblichen Problemen durch Dürresommer und Platzmangel. Das Ziel, jährlich im Schnitt etwa 80 neue Bäume zu pflanzen, lässt sich wegen dichter Infrastruktur unter der Erde und ungeeigneter Standorte kaum umsetzen. Stadtverwaltung und Naturschützer suchen daher nach Strategien, um den Baumbestand trotz klimatischer Veränderungen zu sichern.
Am Südwesthang der Brücke über die LSE am Mühlendamm sind die Dürresommer der vergangenen Jahre besonders spürbar. Heinke Mulsow vom Fachdienst Planen und Umwelt der Stadt hatte in ihrem Bericht auf der jüngsten Hauptausschusssitzung erklärt: „Mittlerweile sind dort kaum noch Bäume vorhanden, und die Sträucher trocknen ebenfalls aus“. Neben dem Mühlendamm sterben auch an anderen Standorten wie der Hauptstraße, Ecke Dorfplatz, oder in der Straße Op’m Blockhorn Großbäume wie ein Kirschbaum oder eine Mehlbeere ab. Wie die shz berichtet, wollte vor einiger Zeit auch Peter Dahms, Baumschutzexperte des Nabu Schenefeld/Halstenbek, wissen, wie viele Ulmen es in Schenefeld gibt, konnte jedoch kaum welche finden. „Das hier sind einige der letzten“, sagt er mit Blick auf junge Bäume am Mühlendamm und ergänzt: „Sie sind sozusagen im Überlebenskampf.“

Bewässerung und Artenwahl bei Neupflanzungen

Das Kernproblem liegt bei den Neupflanzungen, von denen die Verwaltungsmitarbeiterin von durchschnittlich 80 Stück pro Jahr spricht. Diese werden von Frühjahr bis Herbst meist bis zu vier Jahre lang mithilfe von Bewässerungssäcken gegossen, die der Bauhof wöchentlich mit Wasser auffüllt. Dennoch sind die Standorte unterschiedlich vorteilhaft: An der Düpenau sei es einfacher als an trockenen Orten wie dem Sandstückenweg, „wie der Straßenname schon vermuten lässt“, so Heinke Mulsow. Bei der Baumauswahl wird auf klimaangepasste Arten wie die Traubeneiche, die Silberlinde oder den Ahorn gesetzt. Peter Dahms stellt am Mühlendamm fest, dass der Ahorn direkt neben den dem Tode geweihten Ulmen relativ gut aussieht: „Er scheint besser mit der Trockenheit klarzukommen“, sagt er. Sich gänzlich auf mediterrane Baumarten zu verlegen, hält Peter Dahms jedoch für riskant: „Wer weiß, ob die hier überleben?“ Wegen möglicher klimatischer Entwicklungen wie einer Abschwächung der Atlantischen Umwälzströmung und des Golfstroms setzt Heinke Mulsow auf einen „bunten Mix“ unterschiedlicher Arten. „Am Ende muss man sehen, wer das Rennen macht.“, erklärt sie.

Platzmangel im Untergrund erschwert Erhalt

Als weitreichendstes Problem erweist sich der fehlende Platz innerhalb der Stadt. „Bäume auf kleine Baumscheiben zu setzen, ist keine Lösung.“, betont Heinke Mulsow. Der Wurzelraum ist durch Leitungen, Rohre und Mauern zu klein, während zubetonierte Flächen die Situation verschlimmern: „Der Baum überlebt dort vielleicht nur fünf Jahre, und ich habe das Geld umsonst ausgegeben.“ Selbst nach dem Fällen eines Baumes werden die Stubben meist im Erdreich gelassen, um unterirdische Leitungen nicht zu beschädigen. Dies verhindert Neupflanzungen am selben Ort, weshalb Mulsow eine umfassendere Planung fordert. Dennoch blickt sie nicht nur pessimistisch in die Zukunft: „Ich denke, die Natur regelt vieles selbst.“, so die Verwaltungsmitarbeiterin, die manchmal scherzt, dass am Mühlendamm eines Tages vielleicht Palmen wachsen könnten.

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