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Helgoland prüft staatliche Hilfen für Flugverbindung zum Festland

Nach dem Ausfall des bisherigen Anbieters sucht Helgoland nach Wegen für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs. Die Gemeinde zieht dabei auch EU-Subventionen in Betracht.

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Zu Fuß wird das nix mit dem Festland. Dann eben weiter per Schiff. — Rocky, Chefkolumnist
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Eine regelmäßige Flugverbindung zwischen Helgoland und dem Festland besteht derzeit weiterhin nicht. Nach dem Ausfall des bisherigen Betreibers sucht die Gemeindevertretung nun nach Wegen für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs. Dabei wird auch eine staatliche Bezuschussung im Rahmen von EU-Vorgaben geprüft.

Scheitern bisheriger Pläne und Alternativen

Der bisherige Betreiber hatte den Flugbetrieb bereits vor Ostern 2025 eingestellt. Der Plan, drei kleine Maschinen mit je vier Plätzen anzuschaffen, scheiterte daran, dass die Luftfahrtbehörde die nötigen Genehmigungen nicht erteilte. Am 11. Juni 2026 teilte der Betreiber der Verwaltung mit, dass er seine Bemühungen endgültig einstellt.
Wie aus der Niederschrift der Sitzung der Gemeindevertretung hervorgeht, sprach die Verwaltung am 16. Juni 2026 mit einer anderen Fluggesellschaft. Deren Betrieb wäre jedoch noch teurer gewesen und hätte sich selbst mit Zuschüssen erst ab 70.000 Fluggästen im Jahr wirtschaftlich getragen, während zuvor von 20.000 Fluggästen ausgegangen worden war. Ein dritter Anbieter zeigte kein Interesse und hatte keine Kapazitäten.

Staatliche Zuschüsse als neue Option

Neue Bewegung brachte die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im Bundestag. Sie verwies auf ein EU-Instrument, die gemeinwirtschaftliche Verpflichtung, mit der ein Staat unrentable, aber wichtige Flugstrecken vorschreiben und bezuschussen kann. Die Bundesregierung nutzte das Instrument nach eigener Auskunft bisher nicht, weil ihr kein Versorgungsproblem auf Helgoland bekannt sei und es bislang niemand gefordert habe.
Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, die Verwaltung solle Möglichkeiten für eine Wiederaufnahme der Flugverbindung ausarbeiten. Entstehen dabei Kosten für den Gemeindehaushalt, sollen die Gremien rechtzeitig beteiligt werden. Mehrere Mitglieder nannten den Beschluss selbstverständlich, bekräftigten aber ihre Unterstützung. Ein konkreter Zeitplan stand nicht im Protokoll.

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