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Nach Cyberangriffen: Datenschutzbeauftragter warnt vor Phishing nach Urlaubsbuchungen

Unbefugte haben Buchungsdaten von Urlaubern in Niedersachsen entwendet und versuchen nun, Kreditkartendaten zu erbeuten. Das Land und der Landesdatenschutzbeauftragte warnen vor gefälschten Nachrichten.

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Von Juli bis September sind Buchungsdaten von Übernachtungsgästen in Niedersachsen gestohlen worden. Kriminelle nutzten diese, um mit gefälschten Mails und SMS an Kreditkartendaten zu kommen, wie Landesbeauftragter für Datenschutz Denis Lehmkemper mitteilte. Das Land Niedersachsen warnt nun mögliche Betroffene vor den gefälschten Nachrichten.
Demnach hatte es zuvor Cyberangriffe auf bundesweite Buchungsdienstleister für Hotels und Ferienwohnungen gegeben – auch Übernachtungsbetriebe aus Niedersachsen seien davon betroffen. Wie die Tagesschau berichtet, sind Meldungen über mögliche Betrugsnachrichten sowohl aus Großstädten wie Hannover und Göttingen als auch aus klassischen Urlaubsregionen gekommen – zum Beispiel aus Bad Harzburg und Goslar im Harz, Walsrode und Bispingen in der Heide, aber auch von der Küste.

Überprüfung von Absendern und Pflichten der Anbieter

Auch wenn die technische Schwachstelle laut Lehmkemper schnell geschlossen werden konnte, hätten Unberechtigte auf die Buchungsinformationen der Kundinnen und Kunden zugreifen können. „Hotel- und Übernachtungsgäste sollten misstrauisch werden, wenn sie per Mail oder WhatsApp aufgefordert werden, über einen Link Kreditkartendaten zur Buchung herauszugeben“, so Lehmkemper. Gäste, die merkwürdige E-Mails bekommen, sollen dem Datenschutzbeauftragten zufolge den Absender solcher Nachrichten überprüfen und im Zweifel direkt beim Buchungsanbieter nachfragen, ob die Mails wirklich von dort aus verschickt wurden. Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungsanbieter sind nach der Datenschutz-Grundverordnung in der Regel außerdem dazu verpflichtet, ihre Gäste bei einem Datenklau durch einen Cyberangriff darüber zu informieren.

Vorgehen der Kriminellen und Verhaltenstipps

Erbeutet haben die Kriminellen die Kundendaten bei einem Cyberangriff auf die Buchungssoftware von Tourismusdienstleistern, die von Hotels, Vermietern von Ferienwohnungen und Campingplätzen benutzt wird. Möglich ist auch, dass Kriminelle Gästedaten durch E-Mails und direkte Phishing-Anrufe beim Personal betroffener Tourismusbetriebe stehlen. Wer doch auf eine Phishing-Nachricht hereingefallen ist und sensible Zahlungsdaten wie die Kreditkartennummer preisgegeben hat, sollte sofort seine Bank oder Zahlungsdienstleister informieren und Karten und Konten sperren lassen. Zudem sollten Betroffene eine Strafanzeige wegen Betrugs bei der Polizei erstatten.

Bundesweite Ausbreitung

Zuerst wurden ähnliche Fälle in Mecklenburg-Vorpommern bekannt, die Betrugsmasche ist aber auch bundesweit bei Unterkünften aufgetreten. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband bestätigte, dass es mittlerweile mehrere Fälle pro Woche gibt. Urlauber sollten auch künftig aufmerksam sein, denn Ausmaß und Verbreitung der Betrugsmasche seien noch unklar.

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