Hohe Defizite und weniger Gäste im Schwimmbad Helgoland
Das Helgoländer Schwimmbad bilanzierte für 2025 einen Verlust von über 1,2 Millionen Euro. Zudem gingen die Besucherzahlen deutlich zurück, während Mittel für eine Sanierung fehlen.
Wasser haben wir rund um die Insel genug. Und das kostet nix.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das Helgoländer Schwimmbad hat im Jahr 2025 einen Verlust von rund 1,21 Millionen Euro verursacht und ist damit der größte einzelne Verlustbringer im Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service. Dies entspricht 42,4 Prozent des gesamten Jahresverlustes des Betriebes. Zudem gingen die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel zurück. Im Jahr davor hatte der Verlust bei 1,1 Millionen Euro gelegen, wie aus der Niederschrift der Sitzung des Tourismusausschusses hervorgeht. Den zugehörigen Prüfbericht stellte der Wirtschaftsprüfer in der Sitzung vom 2. September 2026 vor. Neben dem finanziellen Defizit gab es auch bei den Besuchern ein Minus: 2025 wurden für das Schwimmbad 21 Tausend 314 Besuche gezählt, einschließlich der Karten aus Pauschalangeboten. Im Jahr davor waren es 26 Tausend 750 Besuche, was einem Rückgang um 20,3 Prozent entspricht.
Sanierungsbedarf und Debatte im Ausschuss
Im Punkt Anfragen und Anregungen wurde in der Sitzung angeregt, das Schwimmbad kinderfreundlicher zu gestalten. Tourismusdirektorin Katharina Schlicht nahm die Anregung zur Kenntnis und verwies darauf, dass sich das Gremium schon wiederholt mit dem Thema befasst habe. Die für eine Sanierung erforderlichen Finanzmittel stünden derzeit nicht zur Verfügung. Sie kündigte an, im nichtöffentlichen Teil der Sitzung eine Idee zur langfristigen Abhilfe vorzustellen. Was dort besprochen wurde, hält die öffentliche Niederschrift nicht fest.
Finanzplanung für das Jahr 2027
Für das Jahr 2027 plant der Tourismus-Service beim Schwimmbad mit einem Verlust von rund 1,12 Millionen Euro. Die Einnahmen an der Tageskasse sollen von 135 Tausend auf 155 Tausend Euro steigen. Auf der Kostenseite drücken vor allem Energie und Personal: Für Wärme sind 210 Tausend Euro eingeplant, für Strom 263 Tausend Euro und für Gehälter 370 Tausend Euro.
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Nach stürmischem Wetter und hohem Wellengang am Wochenende fahren die Ausflugsschiffe nach Helgoland ab Montag wieder planmäßig von Büsum, Cuxhaven und Hamburg ab.
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