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Sturmtiefs isolieren Helgoland: Fähren fallen am Sonntag und Montag aus

Wegen der Sturmtiefs Luise und Manja stellen alle Reedereien den Schiffsverkehr nach Helgoland vorübergehend ein. Die Hochseeinsel ist bis Dienstag komplett vom Festland abgeschnitten.

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Zwei Tage ohne Tagestouristen – da bleibt mehr Krabbenbrötchen für uns. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Hochseeinsel Helgoland ist am Sonntag und am Montag vollständig ohne Schiffsverbindung zum Festland. Aufgrund von zwei aufeinanderfolgenden Sturmtiefs fallen sämtliche Fahrten der Passagierschiffe ersatzlos aus. Erst für Dienstag ist die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs geplant.

Kompletter Ausfall aller Schiffsverbindungen

An beiden Tagen fallen sämtliche Fahrten des Motorschiffs Helgoland sowie des Katamarans Nordlicht zwischen Cuxhaven und der Insel aus. Auch der Katamaran Halunder Jet, der Helgoland von Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven aus anläuft, fährt an beiden Tagen nicht. Für den Sonntag vermerkt das Hafenbüro ausdrücklich, dass weder am Helgolandkai noch im Südhafen oder im Binnenhafen Schiffsverbindungen vom und zum Festland bestehen, wie die Gemeinde Helgoland mitteilt.<3>Einschränkungen bereits am SamstagDamit fällt auch das sonst ganzjährig verkehrende Motorschiff Helgoland aus, das in den vergangenen Sturmtagen die letzte verbliebene Verbindung war. Am Samstag fuhr das Schiff noch mit deutlich vorgezogenen Zeiten: Die Abfahrt in Cuxhaven erfolgte bereits um acht Uhr, die Abfahrt von der Insel um zwölf Uhr und damit rund vier Stunden früher als im Regelfahrplan. Dies war für abreisende Übernachtungsgäste vorerst die letzte Gelegenheit, aufs Festland zu gelangen. Das Seebäderschiff Funny Girl aus Büsum und der Halunder Jet fielen bereits am Samstag aus. Für diesen Tag rechnete das Hafenbüro mit etwa einhundertsiebenundsechzig Besuchern.

Sturmtiefs Luise und Manja erreichen die Küste

Hintergrund der Einstellungen sind zwei Sturmtiefs, die nacheinander über die Nordsee ziehen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes brachte das Tief Luise ab Freitagabend Sturmböen. In der Nacht zum Sonntag und am Sonntag folgt das Tief Manja mit schweren Sturmböen von bis zu einhundert Kilometern pro Stunde an den Küsten und einzelnen orkanartigen Böen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet von Sonntag bis Montag deutlich erhöhte Wasserstände an der deutschen Nordseeküste und im Elbegebiet. Für Hamburg wird in der Nacht zum Sonntag ein Wasserstand von etwa zwei Metern über dem mittleren Hochwasser vorhergesagt.
Für die Insel bedeuten die Ausfälle zwei Tage ohne Tagesgäste sowie ohne An- und Abreisemöglichkeiten. Die Reederei Cassen Eils plant die Wiederaufnahme des Verkehrs für Dienstag, den siebenundzwanzigsten Oktober. Bis dahin bleibt Helgoland auf sich gestellt.

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