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Zwischenfall in der Ostsee: Russisches Kriegsschiff feuert Leuchtmunition auf dänischen Hubschrauber

Über der Ostsee hat eine russische Fregatte Leuchtraketen auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert. Der Vorfall führt zu diplomatischen Spannungen zwischen Dänemark und Russland.

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Eine russische Fregatte hat auf der Ostsee Leuchtmunition auf einen dänischen Hubschrauber abgefeuert. Nach Angaben des dänischen Verteidigungsministeriums verfehlte eine der Raketen den Helikopter zwischen der Insel Falster und der mecklenburgischen Küste nur knapp. Der Vorfall löste diplomatische Reaktionen aus, wie die Tagesschau berichtet.
Der Vorfall ereignete sich am Montagabend in internationalen Gewässern. Der dänische Hubschrauber des Typs Fennec war mit zwei Soldaten besetzt, einem Piloten und einem Beobachter. Dessen Aufgabe war es, das russische Schiff im Rahmen eines Routineeinsatzes aus der Luft zu fotografieren. Die russische Fregatte feuerte daraufhin zwei sogenannte Flares in Richtung des leichten Helikopters ab.

Begleitung durch die Bundespolizei

Die deutsche Bundespolizei bestätigte den Vorfall auf Nachfrage. Bei dem russischen Schiff handelt es sich nach Angaben der Beamten um die Flugkörperkorvette "Soobrazitelny". Erst im Juni dieses Jahres hatte das Schiff vor Fehmarn Boote mit Greenpeace-Aktivisten bedrängt. Vor dem Beschuss am Montagabend hatte das Bundespolizei-Schiff "Neustadt" die Fregatte durch die Ostsee eskortiert und vor der Insel Falster an die dänischen Streitkräfte übergeben. Nach Auskunft der Bundespolizei überwacht die Behörde stets den Schiffsverkehr in der Nord- und Ostsee, wobei regelmäßig Fahrzeuge der sogenannten russischen Schattenflotte relevant sind. Die Begleitung solcher Schiffe sei üblich. Am Dienstagnachmittag wurde die "Soobrazitelny" wieder von den deutschen Beamten begleitet.

Diplomatische Konsequenzen

Verteidigungsminister Jeppe Bruus sprach von einem ernsten Vorfall. Außenminister Lars Løkke Rasmussen nannte den Beschuss völlig inakzeptabel. Das dänische Außenministerium hat den russischen Botschafter zu einem Gespräch einbestellt. Botschafter Wladimir Barbin sprach hingegen von einer Provokation durch den Helikopter. In einer Mail an die dänische Nachrichtenagentur Ritzau schrieb er, dänische Militärhubschrauber hätten bereits mehrfach "gefährliche Manöver" gegenüber russischen Schiffen durchgeführt.

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