Reedereien stellen Schiffsverkehr zu russischen Häfen nach Drohnenangriff ein
Nach einem Drohnenangriff auf ein Containerschiff im Hafen von Noworossijsk haben mehrere internationale Reedereien ihre Verbindungen nach Russland gestoppt. Grund sind die stark gestiegenen Sicherheitsrisiken für Schiffe und Besatzungen.
Akkon Lines, Arka und MSC haben ihre Schiffsverbindungen zu russischen Häfen wie Noworossijsk und St. Petersburg ausgesetzt. Auslöser für diesen Schritt ist ein Drohnenangriff auf das Containerschiff RMS Team im Hafen von Noworossijsk. Grund für die Einstellung sind nach Angaben der Unternehmen die zunehmenden Sicherheitsrisiken für Besatzungen, Schiffe und Ladungen. Akkon Lines, der größte regionale Betreiber der Türkei, hat den Dienst zu russischen Häfen gemeinsam mit den Reedereien Arka und MSC gestoppt. Wie das Magazin The Maritime Executive berichtet, erklärte Akkon Lines, dass eine weitere Eskalation der Lage erhöhte Risiken für die Besatzung, das Schiff und die Fracht darstelle. Zu den ausgesetzten Verbindungen gehören unter anderem Anläufe in Noworossijsk und St. Petersburg.
Drohnenangriff führt zu wirtschaftlichem Totalschaden
Konkreter Auslöser der Maßnahme war ein Vorfall am 21. August. Das in türkischem Besitz befindliche Containerschiff RMS Team mit einer Tragfähigkeit von 13.000 dwt und einer Kapazität von 1.096 TEU wurde an seinem Liegeplatz im Hafen von Noworossijsk von einer Drohne getroffen. Das Schiff wurde daraufhin als wirtschaftlicher Totalschaden erklärt.Die Verluste der türkischen Schifffahrt werden über einen Zeitraum von drei Monaten auf rund 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Vor der Aussetzung der Dienste hatten die Frachtführer Kriegsrissiko-Zuschläge von 1.000 bis 2.500 US-Dollar pro Container erhoben. Bereits vor diesen Ereignissen hatten die Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd ihre Anläufe ukrainischer Schwarzmeerhäfen eingestellt.
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