Schiffe im Schwarzen Meer schützen sich mit Behelfsmitteln vor Drohnenangriffen
Angesichts zunehmender Angriffe im Schwarzen Meer rüsten Handelsschiffe mit Wassertanks, Reifen und Schutzgittern auf. Sicherheitsexperten bezweifeln jedoch die Wirksamkeit gegenüber schweren militärischen Waffen.
Handelsschiffe im Schwarzen Meer rüsten sich angesichts intensiverer Drohnen- und Raketenangriffe mit behelfsmäßigen Schutzmaßnahmen auf. Die Besatzungen nutzen unter anderem wassergefüllte Behälter, Reifen und Schutzgitter, um Motorenräume und Aufbauten zu sichern. Diese Maßnahmen folgen auf eine Intensivierung der Angriffe im Juli. Um Schäden durch Angriffe zu verhindern, kommen an Bord unterschiedliche Behelfskonstruktionen zum Einsatz. So werden wassergefüllte Container am Heck befestigt, um die Maschinenräume abzuschirmen, während Reifen entlang der Schiffsrümpfe aufgehängt werden. Über den Schiffsaufbauten montieren die Besatzungen zudem Schutzgitter aus Netzen.
Einsatz auf verschiedenen Tankern
Der unter der Flagge Sierra Leones fahrende Tanker Caruzo passierte das Gebiet am 11. August mit Wassertanks. Am 27. August folgte der unter russischer Flagge fahrende Tanker Khrizopraz geschützt von Reifen. Zudem haben die Tanker Brisk und Integrator Schutzgitter hinzugefügt.
Einschätzung zur Wirksamkeit
Sicherheitsexperte Corey Ranslem sagte, dass solche Maßnahmen zwar kleinere Drohnen aufhalten könnten, nicht jedoch größere militärische Typen. Die Ukraine hatte ihre Angriffe im Juli verstärkt, nachdem russische Schläge auf Odesa, Chornomorsk und Pivdennyi erfolgt waren.
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