Reedereiverbände unterstützen EU-Pläne für indische Abwrackwerften
Internationale Schifffahrtsorganisationen begrüßen die geplante Aufnahme zweier indischer Werften auf die EU-Liste für Schiffsrecycling. Sie warnen vor drohenden Kapazitätsengpässen bei der Entsorgung alter Schiffe.
Altes Eisen gehört ordentlich verwertet, sonst rostet noch der ganze Ozean zu.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Branchenverbände der internationalen Schifffahrt haben sich für die Aufnahme von zwei indischen Abwrackwerften auf die Liste der Europäischen Union für Schiffsrecyclinganlagen ausgesprochen. Sie unterstützen damit einen Vorschlag der Europäischen Kommission bezüglich der Werften Shree Ram und YSI Recyclers in Alang-Sosiya im Bundesstaat Gujarat. Die Verbände warnen vor drohenden Kapazitätsengpässen, da in diesem Jahrzehnt verstärkt Schiffe das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen sich BIMCO, ECSA, die International Chamber of Shipping, INTERCARGO, INTERTANKO und der World Shipping Council für das Vorhaben aus. Die europäische Liste umfasst derzeit 41 Einrichtungen in der EU, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, der Türkei und den Vereinigten Staaten.
Drohende Engpässe beim Schiffsrecycling
Die Organisationen weisen darauf hin, dass ohne zusätzliche Kapazitäten ein Mangel an zugelassenen Abwrackplätzen droht. Beide betroffenen indischen Werften wenden die sogenannte Beaching-Methode an. Über 95 Prozent des weltweiten Schiffsrecyclings werden in Südasiens und der Türkei durchgeführt.
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