Norwegen pfändet russisches Expeditionsschiff auf Spitzbergen
Aufgrund von Milliardenforderungen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz haben norwegische Behörden ein russisches Schiff beschlagnahmt. Grund ist ein Urteil des Haager Tribunals zur Krim-Annexion.
Einmal falsch geparkt auf Spitzbergen und schon ist der Kahn an der Kette.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Norwegische Gerichtsvollzieher haben am 2. September das russische Expeditionsschiff „Professor Molchanov“ in Barentsburg auf Spitzbergen beschlagnahmt. Die Maßnahme erfolgte auf Grundlage eines Urteils des Bezirksgerichts Nord-Troms vom 31. August. Hintergrund ist die Durchsetzung einer Milliardenforderung des ukrainischen Staatskonzerns Naftogaz.
Forderungen nach Haager Schiedsspruch
Der ukrainische Staatsenergiekonzern Naftogaz setzt mit der Pfändung einen Spruch des Haager Tribunals aus dem Jahr 2023 durch. Die Forderung beläuft sich auf rund 4,22 Milliarden US-Dollar zuzüglich Zinsen für Vermögenswerte, die bei der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 verloren gingen.
Betrieb und Abstimmung mit Behörden
Das für 54 Passagiere ausgelegte ehemalige Forschungsschiff wurde als Expeditionsschiff genutzt und bot seit März 2026 Arktis-Kreuzfahrten ab Murmansk an. Minenbetreiber Trust Arcticgul teilte mit, bezüglich der Passagiere und der Besatzung mit den norwegischen Behörden zusammenzuarbeiten.
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