Hafenstreiks in Deutschland und den Niederlanden belasten Schiffsverkehr
Ein 48-stündiger Warnstreik in deutschen Häfen und weitere Proteste in den Niederlanden führen zu erheblichen Verzögerungen. Mehr als 160.000 TEU warten vor den Häfen auf Abfertigung.
Da bleibt auf den Schiffen vor Anker wenigstens Zeit für 'ne Tasse Tee.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Ein 48-stündiger Warnstreik der Gewerkschaft Ver.di sowie angekündigte Proteste in den Niederlanden führen zu erheblichen Behinderungen im Seefrachtverkehr. Vor den drei größten Häfen warten bereits mehr als 160.000 TEU vor Anker, während nur noch die Hälfte der Containerschiffe pünktlich verkehrt.
Warnstreik in deutschen Seehäfen
Ver.di hat für den Zeitraum vom 2. bis zum 4. September zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen betreffen die Häfen Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven. Die 11.000 Mitglieder der Gewerkschaft lehnten eine angebotene Lohnerhöhung von 5,1 Prozent ab.
Niederländische Gewerkschaften schließen sich an
In den Niederlanden folgen die Gewerkschaften FNV Havens und CNV am 4. September mit Streiks in Rotterdam, Amsterdam und Zeeland. Grund dafür sind Proteste gegen Kürzungen bei der sozialen Sicherheit in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Zudem ist für den 9. September ein landesweiter Bahnstreik angesetzt.
Beeinträchtigungen im gesamten Hafenbetrieb
Die Streikmaßnahmen wirken sich auf das Festmachen, Verzurren, Schleppen, Beladen sowie die Frachtinspektion aus. Infolgedessen warten vor den drei größten Häfen mehr als 160.000 TEU auf Reede, und lediglich die Hälfte aller Containerschiffe hält ihren gewohnten Fahrplan ein.
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