US-Regierung wirft chinesischer Reederei COSCO Spionage vor
Zwei US-Regierungsvertreter beschuldigen den chinesischen Staatskonzern COSCO, mit verdeckter Technik auf Handelsschiffen militärische Aufklärung zu betreiben. China weist die Vorwürfe zurück.
Tarnung auf See? Ich verstecke meine Fischbrötchen auch immer vor den Möwen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Zwei hochrangige Vertreter der Trump-Regierung werfen dem staatlichen chinesischen Schifffahrtsunternehmen COSCO vor, verdeckte Ausrüstung auf Handelsschiffen mitzuführen. Die Geräte sollen dazu dienen, nahe der Küstenlinien der USA und ihrer Verbündeten militärische Kommunikationsaufklärung zu betreiben. China weist die Anschuldigungen energisch von sich. Die aktuellen Vorwürfe decken sich mit einem Bericht des US Naval War College aus dem April 2025. Bereits im Januar 2025 hatte das Pentagon entschieden, COSCO auf seine Liste von Unternehmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär zu setzen.
Reaktionen und wirtschaftliche Verflechtungen
Die chinesische Botschaft wies die Anschuldigungen als "totally baseless" zurück. COSCO bleibt weiterhin ein bedeutender Betreiber in US-amerikanischen Häfen. Diese starke Präsenz erschwert mögliche Sanktionen oder Einschränkungen beim Hafenzugang als Reaktion auf die Vorwürfe.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.