Baggern im Meeresboden? Da kriegen die Fische doch bloß Sand in die Augen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Namibia hat der Organisation Namibian Marine Phosphate ein bis 2029 gültiges Umwelt-Unbedenklichkeitszertifikat für das Sandpiper-Projekt erteilt. Das Vorhaben liegt etwa 120 Kilometer südwestlich von Walvis Bay auf der Bergbaulizenz 170. Das Zertifikat allein erlaubt jedoch noch nicht den Beginn der Nassbaggerarbeiten, da weitere Genehmigungen erforderlich sind. Namibia hat Namibian Marine Phosphate die Umweltgenehmigung am 5. August erteilt. Sie betrifft das Sandpiper-Projekt rund 120 Kilometer südwestlich von Walvis Bay. Allerdings berechtigt die Bescheinigung noch nicht zum Start der Nassbaggerungen, für die noch zusätzliche Genehmigungen benötigt werden.
Sorgen um Baggerarbeiten und Umweltschäden
Ocean Conservation Namibia warnt, dass mariner Phosphatabbau in einer solchen Größenordnung noch nirgendwo weltweit durchgeführt wurde. Als Risiken im Benguela-System nennt die Organisation Sedimentfahnen, die Zerstörung von Lebensräumen sowie eine mögliche Freisetzung von Schwermetallen.
Widerstand aus Fischerei und Politik
Gegen das Projekt regt sich Widerstand aus der Wirtschaft und Politik. Verbände der Fischereiindustrie prüfen derzeit rechtliche Schritte gegen das Vorhaben. Gleichzeitig fordern Oppositionsparteien, dass die dem Projekt zugrundeliegenden Studien veröffentlicht werden.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.