SMM 2026 in Hamburg eröffnet: Weltweiter Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 666 Milliarden Dollar
Zum Auftakt der Schiffbaumesse SMM zeigt sich der globale Auftragsbestand so hoch wie nie zuvor. Europäische Zulieferer geraten jedoch durch chinesische Werften unter Druck.
Bei 666 Milliarden Dollar Rekordwert kriegt selbst der Seebär Stielaugen. Moin Hamburg!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Am 1. September hat die SMM in Hamburg eröffnet, während Clarksons Research den weltweiten Auftragsbestand auf 666,4 Milliarden US-Dollar und 405,5 Millionen gt beziffert. Wertmäßig liegt der Auftragsbestand damit um 32,6 Prozent höher als bei der Ausgabe im Jahr 2024. Die durchschnittliche Auslastung der Werften beträgt vier Jahre, während der Clarksea-Index bei 42.710 US-Dollar pro Tag liegt.
Rekordjahr für Spezialschiffe
Managing Director Stephen Gordon bezeichnete das Jahr 2026 als ein 50-Jahre-Hoch für VLCC-Bestellungen und als ein Rekordjahr für VLGCs.
Europäische Zulieferer unter Druck
Rund 60 Prozent des Wertes des Auftragsbestands fließen an Ausrüstungslieferanten. Europäische Hersteller stehen jedoch unter Druck, da chinesische Werften Komponenten zunehmend im eigenen Land in Lizenz bauen und fertigen.
Mit dem Platzieren einer Gedenkmünze unter dem Kiel hat die Meyer Werft die Montage des zweiten Gigablocks für die „Disney Believe“ begonnen. Das mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wird über 1.256 Kabinen bieten.
Um Investitionen und Dekarbonisierungsziele langfristig zu steuern, blickt die Schifffahrtsbranche von der Zukunft zurück in die Gegenwart. Das Verfahren ermittelt notwendige Schritte für das Jahr 2050.
AIDA Cruises erweitert sein Angebot an Fernreisen ab der deutschen Ostseeküste. Die mehrwöchige Route führt von Warnemünde über Afrika bis nach Mauritius.
Der US-Energiekonzern Chevron steigt verstärkt in die Förderung im Mittelmeer ein. Geplant sind zwei Erkundungsbohrungen sowie die Aufarbeitung von Seismikdaten im Gebiet Lotus.
ConocoPhillips und Venture Global haben einen langfristigen Kaufvertrag über jährlich 1,0 Millionen Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen im Jahr 2030 beginnen.
Der Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation strukturiert seine Marken um. Die Schiffe Arcadia und Queen Anne wechseln in den kommenden Jahren den Betreiber.